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Landeskabinett unterstützt die Projekte Stadthalle und Bahnhof

Saalanimation für die künftige Stadthalle in Finsterwalde.
Saalanimation für die künftige Stadthalle in Finsterwalde. FOTO: Habemann
Finsterwalde. "Die Wachstumskerne in Brandenburg bleiben im Aufwind. Sie entwickeln und vermarkten sich immer erfolgreicher als attraktive Innovations- und Investitionsstandorte mit klarem Profil. Heike Lehmann

Und sie sind weiterhin die wichtigsten Arbeitsmarktzentren im Land." Das hat Wirtschaftsminister Albrecht Gerber vor wenigen Tagen in Potsdam erklärt. Für Finsterwalde bedeutet das Rückenwind für zwei große Zukunftsprojekte.

Das Kabinett hat den im Wirtschaftsministerium erarbeiteten neuesten Bericht "Stärkung der Regionalen Wachstumskerne" beschlossen und damit zehn weitere Projekte in acht regionalen Wachstumskernen bestätigt. "Die Sängerstadt ist bei diesen zehn Projekten gleich zweimal vertreten", freut sich Bürgermeister Jörg Gampe (CDU). Berücksichtigt wurden die Aufwertung des Bahnhofs als Mobilitätsknotenpunkt und die Sanierung des Industriedenkmals "Textilfabrik Carl Schaefer", das zum Kultur-, Kunst- und Kongresszentrum - kurz: als Stadthalle - ausgebaut werden soll. Für Bürgermeister Jörg Gampe kommt das einem "Ritterschlag" gleich, wie er betont. Zumal auf dem Weg dorthin "sehr hohe Hürden" zu nehmen waren. "Ich freue mich sehr über die Bestätigung, die wir mit dieser Rückmeldung aus Potsdam bekommen. Das zeigt, dass es sich gelohnt hat und weiter lohnen wird, Zeit und Kraft dafür zu investieren."

Finsterwalde bildet mit Senftenberg, Lauchhammer, Großräschen und Schwarzheide den Regionalen Wachstumskern Westlausitz (RWK). Ein erster Schritt war, die Akzeptanz "innerhalb dieser Fünfergemeinschaft als überregionale Projekte" zu erlangen, so Gampe. Wie lange die Mühlen mahlen, zeige, so das Stadtoberhaupt, dass Finsterwalde 2012 erstmals die Förderung über den RWK beantragt habe. Der jetzt erreichte Status sei "gleichbedeutend als bestätigtes Förderprojekt, das alle Ministerien durchlaufen hat", erklärt Jörg Gampe, der auch neuerliche "positive Signale vom Bund" andeutet und damit drei Fördermittelquellen insbesondere für das Projekt Stadthalle ins Feld führt: Europa, den Bund und das Land Brandenburg.

Zum Thema:
Vor zwölf Jahren richtete das Land Brandenburg seinen Fokus auf starke Branchen und die Förderung von 15 Regionalen Wachstumskernen, um deren besondere wirtschaftliche und wissenschaftliche Potenziale zu unterstützen.