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| 18:11 Uhr

Symbol für Zusammenhalt
Bürgerfest an Stählerner Blume von Massen

Zum Gedeihen der Stählernen Blume von Massen hatten sich Partner und Sponsoren am Dienstagabend im Brauhaus Finsterwalde eingefunden. Chefinitiator Günter Napieralski (hinten 7.v.l.)  versteckt sich hinter Brauhaus-Chef und Gastgeber Uwe Oppitz.
Zum Gedeihen der Stählernen Blume von Massen hatten sich Partner und Sponsoren am Dienstagabend im Brauhaus Finsterwalde eingefunden. Chefinitiator Günter Napieralski (hinten 7.v.l.) versteckt sich hinter Brauhaus-Chef und Gastgeber Uwe Oppitz. FOTO: Gabi Böttcher
Massen/Finsterwade. Bevor am 10. Oktober die umverlegte Bundesstraße 96 in Besitz genommen wird, erstrahlt am Abend zuvor ein privat finanziertes Kunstwerk auf dem neuen Massener Kreisel. Von Gabi Böttcher

Eins scheint sicher: Die stählerne Blume auf dem neuen Kreisel der B 96 in Massen wird königlich angegossen. Zumindest symbolisch. In der Realität können sich die erwartet vielen Gäste auf ein Extra-Bier freuen. Bei einem Bürgerfest am Vorabend des offiziellen Banddurchschnittes für die umverlegte Bundesstraße wird auch das Kunstwerk in Besitz genommen. Als Sahnehäubchen in einer lebenswerten Region mit einem unmittelbar benachbarten Industrie- und Gewerbepark, in dem seit nunmehr 27 Jahren Erfolgsgeschichte geschrieben wird. Offiziell übergeben wird die Blume von den beteiligten Unternehmen gemeinsam mit der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ an die Gemeinde Massen.

Günter Napieralski, Geschäftsführer der N+S Norm- und Sonderschrauben GmbH und als der geistige Vater der Stählernen Blume bekannt, mag sich in den zurückliegenden Wochen gleichermaßen als Event-Manager fühlen. Denn das seit seiner ersten Idee im Jahre 2009 reifende Projekt der Skulptur soll nun auch gebührend eingeweiht werden. Stolz kommt auf in der Gewissheit, dass die nicht nur aus dem Gewerbegebiet in Massen, sondern auch aus Finsterwalde und weiteren Orten der Region wie Sonnewalde, Zeckerin und Lichterfeld gewonnenen insgesamt 22 privaten Finanziers des Projektes für ein Netzwerk des Zusammengehens stehen.

Zum Gedeihen der Stählernen Blume von Massen hatten sich Partner und Sponsoren am Dienstagabend im Brauhaus Finsterwalde eingefunden. Chefinitiator Günter Napieralski (4..v.l.)  mit Uwe Oppitz, Ralf Schauer-Thimm,  Steffen Dibow, Rolf-Dietrich Brand und Bodo Altkrüger (v.l.) vom Organisationsteam für das Bürgerfest.
Zum Gedeihen der Stählernen Blume von Massen hatten sich Partner und Sponsoren am Dienstagabend im Brauhaus Finsterwalde eingefunden. Chefinitiator Günter Napieralski (4..v.l.) mit Uwe Oppitz, Ralf Schauer-Thimm, Steffen Dibow, Rolf-Dietrich Brand und Bodo Altkrüger (v.l.) vom Organisationsteam für das Bürgerfest. FOTO: Gabi Böttcher

Amtsdirektor Gottfried Richter, Mann der ersten Stunde und mit seiner Verwaltung im Zusammenwirken mit den Massener Gemeindevertretern seit Jahrzehnten ein Motor im Dienste der Gewerbe- und Industrieansiedlungen: „Es ist eine einmalige Sache. Ich bin begeistert von einer Unternehmerschaft, die mit diesem Kunstwerk ein Sinnbild für diesen bedeutsamen Standort schafft.“ Günter Napieralski, dessen Firma Lieferant für Prototypen von Schrauben für die gesamte deutsche Automobilindustrie ist, hatte bereits in einem früheren Gespräch mit der RUNDSCHAU seine Assoziation mit Blick auf das Kunstwerk und das Zusammenwirken vor Ort so formuliert: „Schrauben sind Verbindungen. Der Amtsdirektor knüpft ebenfalls Verbindungen – zu Partnern im Gewerbegebiet und für die Region.“ Am Dienstagabend fanden sich beim Genusspartner des Bürgerfestes, dem Finsterwalder Brauhaus, Sponsoren des Projektes zusammen. Der Massener Bürgermeister Lutz Modrow hatte hier erst zwei Tage zuvor bei der ersten Hopfenernte geholfen und brachte sich so, bestens mit der Materie vertraut, in die gedankliche Vorarbeit für das „Floris metallum cervisia – Das Bier der stählernen Blume“ ein. Braumeister Markus Klosterhoff nahm die Unterstützer der 12,90 Meter hohen und 8,2 Tonnen schweren Blume mit auf eine kreative Reise an deren Ende der Fachmann bereits die Note des Extra-Bieres für das Bürgerfest schmecken konnte: Zum Ausklang des Sommers weniger fruchtig, jedoch für Männlein und Weiblein ansprechend. Eine Mischung aus Pilsener und Lagerbier, mit einer Karamellnote, dabei vollmundig und natürlich mit braumeisterlichem Ehrgeiz speziell kreiert. Auf diese Zusammenfassung des Braumeisters konnte man sich nach Verkostung dreier möglicher Geschmacksrichtungen und dem Gedankenaustausch über die gewünschte Note verständigen. Jetzt ist der Braumeister am Zuge.

Vom Extra-Bier kosten kann jeder, der am 9. Oktober zum Bürgerfest kommt. „In Massen wollen wir das Floris metallum cervisia naürlich in Maßen genießen. Aber jede Kehle soll benetzt werden“, kündigte Günter Napieralski an. Eine Sammelliste machte unter Unternehmer-Kollegen am Dienstag ein weiteres Mal die Runde, um das Fest für alle Gäste kostenfrei zu gestalten. Schon in der Sitzung der Massener Gemeindevertreter am Montag hatte Günter Napieralski alle Massener mit ihren Familien zum Fest eingeladen. Plakate werden noch in dieser Woche in den Unternehmen ausgehängt. Event-Manager Napieralski kündigte zudem eine Luftballonaktion und den Auftritt der Finsterwalder Sänger an. Natürlich werde die Stählerne Blume am 9. Oktober auch in Licht getaucht. Und, was am Dienstag laut Günter Napieralski nur drei der Anwesenden erfahren haben: „Es wird noch eine weitere Überraschung geben. Eine unterhaltsame.“