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| 16:50 Uhr

Kulturtourismus im Aufwind
Kulturschatz-Suche geht in Runde zwei

Die Nachfrage ist groß. Jetzt wird in den Elster Werkstätten schon die zweite Auflage der StarterBoxen für die touristische Kulturschatz-Suche durch mehrere Bundesländer gepackt. Anett Fischer (l.) und Nadine Krenn haben mit Kollegen damit mehrere Wochen zu tun.
Die Nachfrage ist groß. Jetzt wird in den Elster Werkstätten schon die zweite Auflage der StarterBoxen für die touristische Kulturschatz-Suche durch mehrere Bundesländer gepackt. Anett Fischer (l.) und Nadine Krenn haben mit Kollegen damit mehrere Wochen zu tun. FOTO: Heike Lehmann
Massen. Im März fiel der Startschuss für die kulturtouristische Kampagne aus dem Elbe-Elster-Kreis. Nach reichlich zwei Monaten wird die nächste Auflage der Schatzsucher-Boxen vorbereitet. Von Heike Lehmann

Die Kulturschatz-Suche, Elbe-Elsters neuer kulturtouristischer Clou – trifft bei Veranstaltungen und Messen sowie den 30 Partnern in mehreren Bundesländern auf große Resonanz. Reichlich zwei Monate nach dem Auftakt sind die ersten jeweils 10 000 Starterboxen für Kinder und Erwachsene fast vergriffen. Der Nachschub wird vorbereitet.

In der zweiten Auflage hat der Tourismusverband Elbe-Elster noch einmal so viele drucken lassen. Seit Montag werden in den Elster Werkstätten in Massen die Boxen gefaltet und mit Schatzkarte, Starter- sowie Memoriekarten bestückt. Die Werkstattbeschäftigten Anett Fischer, Nadine Krenn, Susann Bittner und Sandra Köhler sitzen konzentriert an einem großen Tisch und packen fleißig die Boxen, als Susanne Dobs, Geschäftsführerin vom Tourismusverband Elbe-Elster, vorbei schaut.

„Heute gemeinsam das Gestern entdecken“ lautet der Slogan für die Kulturschatz-Suche. Anlass ist das Europäische Kulturerbejahr. Susanne Dobs: „Wir machen Angebote, das für unsere Regionen Typische und Besondere gemeinsam zu entdecken und zu erforschen. Wo findet sich europäisches Erbe bei uns? Wo kann Kulturgeschichte erlebt werden?“ Sammelleidenschaft und ein Gewinnspiel machen die Entdeckungsreisen attraktiv. Zu den touristischen Highlights, Kulturgeschichten und -landschaften, die neben vielen anderen in den Boxen stecken, gehören das Kloster Neuzelle, das Fürst-Pückler-Museum Branitz, das Besucherbergwerk F 60, Schloss Hartenfels Torgau und das Lutherhaus Wittenberg. „Wir setzen stark auf Familien – bei den Genießertouren, bei E-Bikes in Elbe-Elster und bei der Kulturschatz-Suche“, sagt Susanne Dobs. Jetzt sollen alle Produkte noch besser verzahnt werden.

René Püttmann, Niederlassungsleiter der Elsterwerkstätten GmbH in Massen, zeigt Stuhlwinkel, die die Werkstattbeschäftigten kontrollieren und verpacken.
René Püttmann, Niederlassungsleiter der Elsterwerkstätten GmbH in Massen, zeigt Stuhlwinkel, die die Werkstattbeschäftigten kontrollieren und verpacken. FOTO: Heike Lehmann

Auch für die Werbung wird noch ein Zahn zugelegt. „Am kommenden Wochenende sind wir beim Tag der Bundeswehr in Holzdorf dabei, wir waren beim Spargelfest in Beelitz und beim Gartenfest in Branitz. Auch bei der Potsdamer Schlössernacht wollen wir uns gern präsentieren“, sagt Susanne Dobs.

Die Frauen, die die Schatzsucher-Boxen packen, gehören zu den 110 Werkstattbeschäftigten mit Handicap in Massen. „Hinzu kommen noch 25 Mitarbeiter“, sagt Niederlassungsleiter René Püttmann. „Wir montieren, verpacken, kommissionieren und konfektionieren. Wir sind im Garten- und Landschaftsbau tätig und erbringen forstliche Dienstleistungen.“ Wichtige Vertragspartner sind das Formteil- und Schraubenwerk Finsterwalde, die Firma Vormann aus Elsterwerda, Kjellberg Finsterwalde, Reiss Büromöbel Bad Liebenwerda, TTS Massen/Tröbitz und Böllhoff Sonnewalde. „Durch unsere Hände gehen mehrere 10 000 Bremsleitungen im Monat für den VW-Konzern, Zubehör für Schalterschränke und die Automobilindustrie sowie Druckerzeugnisse verschiedenster Art“, sagt René Püttmann. „Wir sind flexibel und leistungsfähig. Von uns wird die selbe Qualität erwartet wie von anderen Unternehmen. Wir haben keinen Sonderstatus.“