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| 13:49 Uhr

Höhepunkt seit 20 Jahren
Emotionaler Dank und eine Big Band in Hochform

 Elbe-Elster-Kulturpreisträger 2018: Strahlen im Gesicht bei den Geehrten Ulf Lehmann, Heike Drobner, Horst Gutsche, Miriam und Michael Kreher sowie Jörg Gampe und Frank Zimmermann (von links).
Elbe-Elster-Kulturpreisträger 2018: Strahlen im Gesicht bei den Geehrten Ulf Lehmann, Heike Drobner, Horst Gutsche, Miriam und Michael Kreher sowie Jörg Gampe und Frank Zimmermann (von links). FOTO: Jürgen Weser
Doberlug-Kirchhain. Die jährliche Kulturpreisvergabe ist ein überzeugender Beleg für vielfältige Kreativität im Landkreis Elbe-Elster. Von Jürgen Weser

Es gebe noch viele und vielfältig kulturell engagierte Bürger im Landkreis, denen auf diese Art Dank gesagt werden soll, gab Landrat Christian Heinrich-Jaschinski am Freitagabend ein Versprechen ab, dass die Kulturpreisvergabe weiter fester Bestandteil der Unterstützung kultureller Aktivitäten in Elbe-Elster sein wird. Anlass für vielfältigen Dank war im Doberlug-Kirchhainer Refektorium die Kulturjahreseröffnung 2019 vor knapp 150 geladenen Gästen mit der Ehrung der Kulturpreisträger 2018 in vier Kategorien.

Bereits zum 20. Mal hat der Landkreis in den Kategorien Heimatgeschichte, Heimatpflege, Denkmalpflege und Kunst Preise vergeben. Ausgezeichnet wurden diesmal die Herzberger Münzfreunde mit dem Preis für Heimatgeschichte, die Stadt Finsterwalde mit dem Preis für Denkmalpflege, Dr. Heike Drobner aus Herzberg mit dem Preis für Heimatpflege und die Big-Band Bad Liebenwerda mit dem Kunstpreis (Auszüge aus den Laudationes waren in der Sonnabendausgabe der LR zu lesen).

Der Auszeichnungsakt geriet von Beginn an zu einer emotionalen und berührenden Veranstaltung. So konnten die Herzberger Münzfreunde um ihren „Frontmann“ Horst Gutsche und Autor Ulf Lehmann kaum die Rührung verbergen, dass ihre Bemühungen um ihre Sammelleidenschaft verbunden mit Forschungsarbeiten von „überregionaler Bedeutung“ anerkannt werden.

Besonders emotional geriet aber die spontane Dankesrede von Heike Drobner. Sie habe erst vor wenigen Minuten erfahren, dass sie mit dem Preis geehrt werden soll. Nur mit Mühe konnte sie Tränen unterdrücken, als sie ihre Arbeit als Selbstverständlichkeit einordnete. Sie würde sich viele Bürger wünschen, die in der heutigen Zeit mit ihrem kulturellen Engagement „für den Erhalt von Menschlichkeit und für humanistische Werte in der Nachbarschaft“ sorgen können.

„Ganz toll, wie wir richtig entschieden haben“, ließ die Künstlerin Elke Böckelmann E.R.N.A. als Jurymitglied ihren Gefühlen freien Lauf. Überhaupt wollte Juryvorsitzender und Kulturamtsleiter Andreas Pöschl den weiteren Jurymitgliedern Claudia Folkerts, Ralf Uschner, Babette Weber, Karlheinz Zahn und Jürgen Weser seinen Dank für die souverän bewältigte Arbeit aussprechen, sich mit insgesamt 24 Vorschlägen für die Kulturpreise intensiv auseinandergesetzt zu haben.

Richtig ausgewählt zu haben galt im besonderen Maße auch für die Entscheidung, die Bad Liebenwerdaer Big Band mit dem Kunstpreis 2018 zu ehren. Die musikalische Begleitung des Abends durch die Band um deren künstlerische Leiterin Miriam Kreher machte Vielfalt von gängiger Big-Band-Musik bis zu tollen und modernen Jazz-Arrangements in höchster Qualität hörbar.

Emotional berührt und gleichzeitig stolz nahmen der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe und Frank Zimmermann als Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr in der Stadtverwaltung den Denkmalpflegepreis entgegen. Damit würdigt der Landkreis die Sanierung des Schloss­areals Finsterwalde. Passend dazu strahlte das Schloss dann auch eindrucksvoll von der Leinwand in den Saal. Für Frank Zimmermann ist diese erfolgreiche Sanierung als Einklang von Historie und moderner Nutzung in mehreren Etappen über etwa zwanzig Jahre hinweg eine Herzensangelegenheit und Lebensleistung zugleich.

„Mit Herzblut bei der Sache sein“, benannte Dr. Michael Kreher als organisatorischer Chef der Big Band Bad Liebenwerda als ein Garant für erfolgreiches kulturelles Engagement. Damit sprach er allen Ausgezeichneten aus der Seele. Mit Herzblut kam das den Abend abschließende Konzert der Big Band mit temperamentvoller gesanglicher Unterstützung durch Natalie Lelek, Romina Röck, Beatrice Szerement und Marcus Mundus von der Bühne.