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| 04:30 Uhr

Ausgefallenes Benefizkonzert wird am 23. November nachgeholt
Finsterwalder Kulturfreunde sammeln weiter für Konzertflügel

Rainer Willems und Nassib Ahmadieh halten fest an dem Ziel: Ein Flügel für die Sängerstadt.
Rainer Willems und Nassib Ahmadieh halten fest an dem Ziel: Ein Flügel für die Sängerstadt. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Die Ausführungsplanungen für die Stadthalle laufen auf Hochtouren. Wann und ob überhaupt gebaut wird, ist weiter ungewiss. Aber bei einer Sache sind sich die Finsterwalder sicher: Die Stadt braucht ein hochkarätiges Instrument. Ein ausgefallenes Benefizkonzert für den Flügel wird nachgeholt. Von Gabi Böttcher

Während die Ausführungsplanung für die Finsterwalder Stadthalle im Architekturbüro von Jürgen Habermann und bei den Partnern in den Fachbüros auf Hochtouren läuft, legt auch der Verein der Kulturfreunde Finsterwalde wieder eine Schippe nach.

Und der Verein hält Wort, denn das am Samstag, 8. September, abgesagte Benefizkonzert zugunsten eines hochkarätigen Konzertflügels wird jetzt nachgeholt. Am 23. November dürfen sich Freunde der Musik auf ein ebenso hochkarätiges Konzert freuen. Rainer Willems, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Sängerstadt Kultur-, Kunst- und Kongresszentrums, wie der exakte Name lautet, und Nassib Ahmadieh, in Finsterwalde heimischer Musiker (Violoncello) und Musikpädagoge, lassen keinen Zweifel: Trotz der nicht abschließend getroffenen Entscheidung über den Bau einer Stadthalle in Finsterwalde besteht das Ziel der Kulturfreunde fort, einen Konzertflügel anzuschaffen.

„Wir werden häufig gefragt, ob es denn Sinn macht, weiter für den Flügel zu sammeln. Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, nicht an unserem Ziel festzuhalten. Wir werden die Sammelaktivitäten auf gar keinen Fall stoppen“, erklärt Rainer Willems. Für Nassib Ahmadieh, im West-Eastern Divan Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim und in verschiedenen Kammermusikensembles unterwegs sowie mit seiner Frau Johanna Zmeck Organisator des Finsterwalder Kammermusik-Festivals, ist ebenso klar: „Die Stadt Finsterwalde muss einen solchen Flügel besitzen. Das ist Infrastruktur für die Kultur, ein Geschenk des Vereins an die Stadt.“

In der praktischen Organisation von Konzerten bewandert, erinnert Nassib Ahmadieh an die mit jeder Ausleihe und dem Transport eines Konzertflügels verbundenen Kosten, die bei 1500 Euro liegen. Was könnte der Verein zum Beispiel in die Jugendarbeit investieren, wenn nur noch ein Bruchteil der Kosten für einen Transport innerhalb der Stadt anfallen würden. „Ein Flügel für die Sängerstadt“ heiße das Motto des Vereins, unterstreicht Rainer Willems. Beide halten an dem Wunsch nach einer Stadthalle fest, den sie bekanntlich nach überzeugendem Votum mit den Finsterwaldern teilen.

Aber es werde auch im Falle des Scheiterns des Projektes andere Orte geben, an denen der Flügel zum Einsatz kommen könne. Unzweifelhaft ist für den Musiker, dass das Vorhandensein eines hochkarätigen Flügels Konzertveranstaltern ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Schon in einem früheren Gespräch mit der RUNDSCHAU hatte er auf eine reale Chance verwiesen, abseits von Metropolen den Großen der Musikbranche in Meisterkursen die Möglichkeit zu eröffnen, etwas Eigenes, Persönliches zu entwickeln.

Warum nicht in Finsterwalde? Ganz zu schweigen von dem nach wie vor gültigen Gedanken, den das Fördervereinsmitglied Siegfried Fritsche als langjähriger Chef der Kreismusikschule schon im Sommer vorigen Jahres ins Bewusstsein gerückt hatte: Jungen Künstlern mit dem Spiel an einem Konzertflügel der Marke Steinway & Sons Auszeichnung und Motivation zugleich zu geben.Von einer möglichen Anschaffung eines solchen Flügels ist der Förderverein noch ein gutes Stück entfernt. Rund 50 000 Euro sind gesammelt, mehr als das Doppelte ist für das gewünschte Instrument notwendig. Deshalb setzen Rainer Willems und Nassib Ahmadieh auf ein volles Haus beim Benefizkonzert am 23. November.