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Ausstellung
Alle Kunst ist der Freude gewidmet

Steffen Kazmierczak (r.) erklärt Roland Barthel seine digitale Malweise.
Steffen Kazmierczak (r.) erklärt Roland Barthel seine digitale Malweise. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Kanzleiausstellung Boche in der Grenzmühle zeigt Bildern der „Piktografen“ – entstanden in digitaler Malerei.

Bilder der digitalen Malerei von Steffen Kazmierczak und Jürgen Vetter von der Werbeagentur „Die Piktografen“ sind derzeit in der Massener Grenzmühle zu sehen. Uwe Boche hatte gemeinsam mit den Finsterwalder Rotariern in die Räumlichkeiten der Steuerkanzlei „Boche & Kollegen“ zur Vernissage eingeladen. Es ist die insgesamt vierte Kanzleiausstellung, die Boche ausrichtet. Besucher können zu den Öffnungszeiten der Steuerkanzlei die Kunstwerke anschauen.

Die zahlreichen Besucher zur Vernissage wurden zunächst durch das Nachwuchs-Celloquartett der Finsterwalder Kreismusikschule mit der Musik von Edvard Grieg begrüßt. Das hatte seinen guten Grund, denn zum ersten Mal zeigten „Die Piktografen“ das Porträt des Komponisten auf dem großen Werbebanner für das Kammermusikfestival 2018. Seit 2011 haben Steffen Kazmierczak und Jürgen Vetter als Werbebotschafter für das Kammermusikfestival jährlich Komponistenporträts von Beethoven über Dvorak bis jetzt zu Grieg als großformatige Hingucker geschaffen.

Vor allem Steffen Kazmierczak widmet sich erfolgreich seit Jahren der digitalen Malerei als neue Kunstform, machte Architekt Jürgen Habermann als Laudator deutlich. Jürgen Vetter ist vor allem für fotografische Vor- und Zuarbeiten zuständig. Die Vorlage zum Beispiel für die Finsterwalder Stadtansichten mit Straßenzügen, Wasserturm oder Sparkassenensemble werden in einem elektronischen Prozess neu komponiert und gestaltet, was sowohl die konkreten Ansichten und Bildelemente wie auch die Farbgebung betrifft. Die Bilder entstehen also in einem völlig eigenständigen künstlerischen Prozess. Traditionelle Maltechniken werden imitiert und variiert.

„Die Bildergebnisse entstehen zumeist in künstlerischer Gemeinschaftsarbeit“, macht Steffen Kazmierczak klar. Die Besucher der Vernissage wie Werbegrafiker und Maler Jürgen Sniegocki waren von den Bildern äußerst angetan. Auch Landschaften in Kombination mit Technikgiganten wie das Blaue Wunder in Dresden und die winterlich eingebettete F 60 fanden viele Freunde. Uwe Boche und seine Frau Gundel sind von den Kunstwerken ebenso begeistert, „deshalb“, sagt Uwe Boche schmunzelnd, „können die großformatigen Arbeiten nicht mehr gekauft werden, denn die haben wir schon gekauft“. Besonders die Segeldarstellungen haben es ihm angetan. Die Ausstellung bietet allerdings noch genügend Auswahl für etwaige Kaufabsichten.

„Alle ihre Kunst ist der Freude gewidmet“, urteilte Jürgen Habermann. Dafür stehen auch die Fassadenbilder zum Beispiel in der Südstadt. Uwe Boche freut sich, dass die Kanzlei mit Ausstellungen helfen kann, regionale Künstler bekannt zu machen. Besonders gern erinnert er sich noch an die großartige Ausstellung mit Werken von Eckhard Böttger.