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| 02:48 Uhr

Kultur-Botschafterinnen aus Kanada in Werenzhain

Atelierhofleiterin Iris Stöber (2. von re.) mit den Künstlerinnen Marie Brunet, Heidi Reger-Schiemann und Catherine Lebel-Ouellet (von re.) und Gentiane La France via Skype während der Vernissage.
Atelierhofleiterin Iris Stöber (2. von re.) mit den Künstlerinnen Marie Brunet, Heidi Reger-Schiemann und Catherine Lebel-Ouellet (von re.) und Gentiane La France via Skype während der Vernissage. FOTO: jgw1
Werenzhain. Fotografien, Kleinskulpturen, Aquarelle bringen die Provinz Québec nach Elbe-Elster: Im Werenzhainer Atelierhof ist zeitgenössische Kunst aus Kanada ausgestellt. Premiere zur Eröffnung: Die Laudatio kam via Skype. Jürgen Weser / jgw1

Ortsvorsteher Uwe Roland freute sich zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dass Künstlerinnen aus der Region Québec in Kanada den Weg nach Werenzhain gefunden haben. Geholfen hat dabei Atelierhofleiterin Iris Stöber, welche die Künstlerinnen bei einem Besuch in Québec kennen gelernt hat. Das ,,Musikalische Quartett" aus Finsterwalde führte zur Vernissage auf künstlerische Wege.

Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Gentiane La France aus Québec hat Iris Stöber die Ausstellung der Künstlerinnen aus der wilden nördlichen Region der Provinz Quebec konzipiert. Es geht um ,,Wege-Chemins". Zu sehen sind Zeichnungen, Fotoarbeiten, Aquarelle, Skulpturen und Objekte von Eve Breton-Roy, Marie Brunet, Catherine Lebel-Quellet und Richard Noury sowie drei Skulpturen von Heidi Reger-Schiemann, die von 1987 bis 2007 in Québec gelebt und gearbeitet hat.

Wege mit unterschiedlichen Möglichkeiten stellen die Künstler dar, erläuterte Gentiane La France. Sie war für ihre Laudatio via Skype live zugeschaltet - eine Premiere bei einer Ausstellungseröffnung im Atelierhof. Von den unterschiedlichen Wegen, die untereinander Spannung aufbauen, kann sich der Besucher überzeugen. Hinterlassene Spuren der Indianer können Betrachter auf den Fotografien wilder Landschaft von Catherine Lebel-Ouellet assoziieren wie im Kleinskulpturenpanorama ,,Seehundjagd" mit kombinierten Naturmaterialien, Geweihfundstücken, Kupfer, Papier und Fotografie von Richard Noury.

Grafisch strukturiert zeigen sich Aquarelle mit ungewöhnlichen Sachsujets von Eve Breton-Roy. Ebenso Marie Brunets großflächige Webarbeiten mit integrierten fotografischen Elementen sind ein optischer Höhepunkt der Ausstellung.

Im Außengelände des Atelierhofes, im ehemaligen Pferdestall, fallen die drei Stelen ,,La Libération - die Befreiung" auf. Die hat Heidi Reger-Schiemann im Schmauchbrandverfahren hergestellt. Die unterschiedlichen Ausdrucksweisen der Gesichter können einen auf Gedanken zurück in die Wendezeit um 1990 und davor führen, aber auch emotional an die gegenwärtigen Flüchtlingsströme erinnern.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung gibt es am 19. September um 15 Uhr den Vortrag ,,Erwartung des Schönen - Kunst als Fortsetzung ihrer selbst" und vom 25. bis 27. September den ,,Malkurs Northwest Coast Indian Art". Anmeldungen an der VHS Finsterwalde.