| 02:33 Uhr

Kreissportbund will Kreisreform stoppen

Blumen von Detlev Leissner für die langjährige KSB-Geschäftsführerin Petra Köckritz. Sie ist jetzt auch Vorstandsmitglied.
Blumen von Detlev Leissner für die langjährige KSB-Geschäftsführerin Petra Köckritz. Sie ist jetzt auch Vorstandsmitglied. FOTO: Böttcher
Finsterwalde. Vom Kreissporttag Elbe-Elster geht ein deutliches Signal gegen die Pläne der Landesregierung zur Kreisstrukturreform aus. Bei einer Gegenstimme verabschiedeten Vertreter von 31 Vereinen am Montagabend in der Gaststätte Alt Nauendorf in Finsterwalde einen entsprechenden Beschluss. Gabi Böttcher

"Das Ehrenamt schützen - die Kreisgebietsreform verhindern" ist somit der Antrag des Kreissportbundes Elbe-Elster überschrieben, der am 19. November bei der Mitgliederversammlung des Landessportbundes Brandenburg als Beschlussempfehlung eingebracht werden soll. Gleichzeitig stimmten die Abgesandten der Vereine in Finsterwalde einer Satzungsänderung zu. Diese stellt sicher, dass Beschlüsse zur Änderung der Struktur des Kreissportbundes (KSB) von mindestens zwei Dritteln der im KSB vereinten Vereine gefasst werden müssen. Mit Vertretern aus 31 von derzeit insgesamt 194 Vereinen und mehr als 15 000 Mitgliedern im KSB hätte das also am Montag nicht geschehen können.

Detlev Leissner erneuerte die bereits im Mai deutlich formulierte Position des Vorstandes. Am Morgen nach Mühlberg zu den Ruderern fahren und um 14 Uhr in Finsterwalde bei den Radsportlern sein - das ginge. Nicht jedoch, diese Terminkette in Mühlberg und Forst wahrzunehmen. Eine Betreuung der Vereine in der bisherigen Qualität sei im geplanten Großkreis nicht zu leisten. "Wir werden alles daran setzen, unabhängig von politischen Strukturen selbstständig zu bleiben", betonte Leissner.

Dieser Kreissporttag sei einer der politischsten seit 1992. Und es gehe dabei nicht um Parteipolitik. Gemeinsam mit Petra Köckritz wird Detlev Leissner schon am kommenden Dienstag an der Bittschriftenlinde in Potsdam zu den Erstunterzeichnern der Volksinitiative gehören, die die Kreisreform stoppen möchte.

Petra Köckritz ist nach einem weiteren Beschluss vom Montagabend nunmehr einstimmig als langjährige Geschäftsführerin in den Vorstand des KSB aufgenommen worden. "Ich bin ganz stolz. Das ist eine Anerkennung für meine langjährige Arbeit und ein Vertrauensbeweis", sagt die 50-Jährige. Umsetzungs- und Entscheidungsprozesse könnten somit effizienter verlaufen, hatte KSB-Vorsitzender Detlev Leissner unterstrichen.

Vereine neu im Kreissportbund: FC Sängerstadt Finsterwalde, Reitverein am Rückersdorfer Quelleck, Reitverein Mahdel und Sportkegler Finsterwalde.

Der Mitgliedsbeitrag bleibt mit 1,60 Euro je Mitglied/Jahr stabil.

Die Form der Sportlerehrung wird bis 2017 in praktizierter Art fortgeführt. Für neue Ideen und Vorschläge ist man offen.