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Kreissportbund sieht seine Ehrenamtler in Gefahr

Finsterwalde. Bereits beim Start der Volksinitiative gegen die Kreisgebietsreform in Brandenburg war der Kreissportbund (KSB) Elbe-Elster von Anfang an mit von der Partie und sammelte hierfür im vergangenen Jahr über 650 Unterschriften. Insgesamt kamen in Brandenburg über 120 000 Unterschriften zusammen. pm/blu

Jetzt geht es in die zweite Runde, der Volksinitiative folgt das Volksbegehren.

Hier sind 80 000 Unterschriften notwendig. Die Unterschriften sind bis zum 28. Februar 2018 in den Gemeinde- und Amtsverwaltungen oder bei den ehrenamtlichen Bürgermeistern zu leisten bzw. abzugeben. Es besteht aber auch die Möglichkeit der Briefwahl. Hierzu haben Vertreter des Kreissportbundes am Starttag des Volksbegehrens in dieser Woche bereits über 100 Antragsformulare für die Zusendung der Briefwahlunterlagen innerhalb von 90 Minuten allein in Finsterwalde gesammelt.

Der KSB legt Wert darauf, dass es ihm weniger um die politischen und verwaltungsbezogenen Probleme gehe, die diese Reform mit sich bringe. Kreissportbund-Chef Detlev Leissner. "Wir vertreten aktuell mehr als 15 000 Mitglieder in 197 Vereinen. Trotz hauptamtlicher Mitarbeiter sind aber insbesondere die geschäftsführenden ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder voll mit der Betreuung der Vereine ausgelastet. Wenn sich die Zahl der Vereine bei einer Zusammenlegung von Landkreisen vervielfachen sollte, ist eine den Ansprüchen der Mitgliedsvereine angemessene Betreuung nicht mehr zu gewährleisten, insbesondere auch durch die dann kaum noch zu bewältigenden Entfernungen."

Auch die CDU-Ortsverbände waren am Starttag des Volksbegehrens in Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Falkenberg, Finsterwalde, Gröden, Herzberg, Mühlberg, Sonnewalde und in Uebigau-Wahrenbrück auf den Marktplätzen unterwegs. Über 1000 Menschen haben kreisweit unterschrieben, teilt der Ortsverband mit.