ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:54 Uhr

Finsterwalde
Der Kreisel-Bau soll 2019 starten

So zeigt sich die Kreuzung an der Großen Unterführung in Finsterwalde aus der Vogelperspektive. 2019 soll Baustart für eine Grundsanierung sein.
So zeigt sich die Kreuzung an der Großen Unterführung in Finsterwalde aus der Vogelperspektive. 2019 soll Baustart für eine Grundsanierung sein. FOTO: LR / Jens Berger
Finsterwalde. Die Ausführungsplanung für den künftigen Kreisel-Knoten an der Großen Unterführung in Finsterwalde läuft. Ideen für die Gestaltung des Kreisels sind erwünscht.  Bauen unter Vollsperrung wird erforderlich. Von Gabi Böttcher

In Finsterwalde wird weiter gebaut. Im neuen Jahr geht die Stadt ihre nächste große Infrastruktur-Veredelung an. Mit der Fertigstellung der neuen Bahn-Brücke über die Sonnewalder Straße und der Umverlegung der B 96 ist die Ampel für den Knotenpunkt Bahnhofstraße, Berliner Straße, Forststraße, Sonnewalder Straße auf Grün gestellt. „Damit wollen wir eine der großen, wichtigsten Kreuzungen der Stadt gestalten“, kündigt Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) an. Karsten Pinetzki, Abteilungsleiter in der Bauverwaltung: „Momentan läuft die Ausführungsplanung. Die Leistungsverzeichnisse werden erarbeitet. Wir hoffen, dass wir mit der Jahreswende mit dem Ausschreibungsverfahren beginnen können.“  Wann genau der Baustart erfolgen kann, ist derzeit noch nicht zu sagen. Eins  ist klar: Es soll 2019 losgehen. Und gedanklich können sich Finsterwalder und Gäste schon mal darauf einstellen, dass es  der Bau  des Knotens allein wegen der Gegebenheiten des Geländes so in sich haben wird, dass eine Vollsperrung notwendig wird. 

Sie sehen die Planung schon Wirklichkeit werden: Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe und Karsten Pinetzki von der Bauverwaltung der Stadt.
Sie sehen die Planung schon Wirklichkeit werden: Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe und Karsten Pinetzki von der Bauverwaltung der Stadt. FOTO: Gabi Böttcher

 Entspannung soll es durch  eine Verstärkung  der Regenwasserabläufe geben.  Neben den jetzt vier Regenwassereinläufen in der Sonnewalder Straße, die zum Kanal in der Berliner Straße führen, soll ein Teil des Regenwassers künftig über ein Außengefälle im Kreisverkehr  direkt  in den Kanal abfließen können. Dadurch erhoffe man sich bei Starkregen eine Verbesserung der Situation im Bereich der Großen Unterführung. Nahtlos angebunden an den Kreisel  und damit zu Ende geführt wird die bereits sanierte Berliner Straße. Die momentan hier befindlichen Bushaltestellen sollen künftig am Beginn der Forststraße ihren Platz finden. Die Einbahnstraßen-Regelung in der Forststraße soll nach der ebenfalls vorgesehnen Sanierung dieser Straße aufgehoben werden. Damit könne von der Tuchmacherstraße über die Forststraße zur Bahnhofstraße der Ring um die  Innenstadt  ohne Nadelöhr an der Kleinen Unterführung geschlossen werden, blickt Jörg Gampe in die Zukunft. 

Diese Gestaltungsidee für den künftigen Kreisel an der Großen Unterführung hat Architekt Werner Hillmann vorgelegt.
Diese Gestaltungsidee für den künftigen Kreisel an der Großen Unterführung hat Architekt Werner Hillmann vorgelegt. FOTO: Werner Hillmann

Weiter über den Kreisel hinausblickend, schließt sich die Sanierung  der Bahnhofstraße an. Auch für diese wichtige Verkehrsschlagader der Stadt eröffnen sich mit der Umverlegung der B 96 neue Horizonte. Im Einmündungsbereich zum Kreisel werde sie 20 Zentimeter tiefer liegen als derzeit.  Mit der Einbeziehung von Gelände der Deutschen Bahn  solle sich die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität deutlich verbessern. Grünstreifen, Raum für Fahrradständer, eventuell  Parkplätze,  mehr Attraktivität im Außenbereich  des Gasthauses „Goldener Hahn“  – all das ist in den Überlegungen und würde sowohl dem Bahnhof, als auch der Stadt gut zu Gesicht stehen.

 Ein Thema, über das sich Finsterwalder schon seit geraumer Zeit Gedanken machen, ist die künftige Gestaltung des Kreisels.  Die einst am Straßenrand befindliche Normaluhr wird in einer Nachfolgeausführung zurück gewünscht. Es ist aber auch ein Entwurf des Architekten Werner Hillmann so manchem in bester Erinnerung. Danach würde der Verkehrsteilnehmer, der  aus der Sonnewalder Straße auf den in seine Richtung nach vorn geneigten Kreisel zufährt, einen wunderbaren Blick auf ein durch Pflanzen gestaltetes Bild haben, das mit einem Notenschlüssel Symbolkraft für die Stadt hat.  Wer weiß, vielleicht entwickeln die Finsterwalder für diesen neuen Kreisel auch noch ganz andere Ideen? Bei der Stadt stoßen sie mit ihren Vorschlägen sicher auf offene Ohren.