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| 12:18 Uhr

Finsterwalde leidet unter Schildbürgerstreich
Kraneinsatz abgeblasen, Straßensperrung bleibt – zunächst

Großräumig war die Kreuzung an der Großen Unterführung gesperrt, obwohl die Brückenbauarbeiten mittels Kran kurzfristig abgesagt worden waren. Viele Verkehrsteilnehmer nervte das und sie ignorierten die Verbotsschilder.
Großräumig war die Kreuzung an der Großen Unterführung gesperrt, obwohl die Brückenbauarbeiten mittels Kran kurzfristig abgesagt worden waren. Viele Verkehrsteilnehmer nervte das und sie ignorierten die Verbotsschilder. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde/Berlin. Da kocht der Volkszorn hoch. Der seit Mittwoch geplante Kraneinsatz zum Einheben neuer Brückenteile an der Großen Unterführung fällt aus. Die großräumige Straßensperrung soll bleiben? Von Gabi Böttcher

Wie die Deutsche Bahn erst auf Nachfrage der RUNDSCHAU am Donnerstagnachmittag informiert hatte, habe es erneut Komplikationen mit dem Baugrund an der Brückenbaustelle in der Sonnewalder Straße gegeben. Deshalb könne der für das Einheben der Brückenbauteile benötigte Kran nicht risikofrei aufgestellt werden, hieß es. Und – ja, die großräumige Straßensperrung im Kreuzungsbereich der Brücke solle dennoch aufrecht erhalten bleiben. Auf Nachfrage im Finsterwalder Rathaus hieß es, dass man dort aus der RUNDSCHAU von der neuen Situation erfahren habe. Auf vielen Schienen wurde umgehend daran gearbeitet: Die Sperrung muss zurückgenommen werden, wenn sie nicht erforderlich ist. Würde sie doch Tausenden Kraftfahrern noch bis 4. August, 6 Uhr, enorme Umwege durch das Stadtgebiet bescheren. Gültig ist die Sperrung des Kreuzungsbereiches seit Mittwoch, 1. August, 22 Uhr, Bereichsleiter Frank Zimmermann aus der Stadtverwaltung: „So eine unsinnige, nicht notwendige Sperrung muss sofort zurückgebaut werden. Es hätte sich gehört, dass die Stadt vom Bauherren beziehungsweise der Baufirma umgehend über die neue Situation in Kenntnis gesetzt worden wäre.“ Abteilungsleiter Karsten Pinetzki war von Freitagfrüh am Rödeln, um die Sperrung aufheben zu lassen.

Nachdem die Stadt Finsterwalde von der neuen Situation am Freitag, 3. August, aus der Lausitzer Rundschau erfahren hatte, forderte sie die Deutsche Bahn umgehend zur Aufhebung der Sperrung auf, um grundlose Sperrzeiten zu vermeiden und einen reibungslosen Verkehrsfluss zu erreichen, heißt es dazu offiziell aus dem Rathaus. Dann die Aussicht aus dem Rathaus: Die Vollsperrung der „großen Unterführung“ wird am Freitagnachmittag aufgehoben. Während der bisher verstrichenen Sperrzeit seien nach Angaben der Deutschen Bahn AG andere Arbeiten, beispielsweise das Entfernen der Mittelträger der Brücke, ausgeführt. „Die Stadt Finsterwalde erwartet, dass sie in Zukunft so schnell wie möglich über derlei Verzögerungen oder Änderungen im Bauablauf informiert wird“, heißt es aus dem Rathaus.

Verkehrsteilnehmer haben die großräumige Sperrung der Kreuzung indes kaum ernst genommen, ja sie ignorierten sie schlichtweg.