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Kraftprotz auf vier Rädern stärkt Sicherheit bei Art Lake Festival

Einsatzbereit für das Art Lake Festival. Amtsdirektor Gottfried Richter und Ordnungsamtschef Matthias Pohl gestern mit Feuerwehrleuten und Johannitern im Einsatzzentrum am Bergheider See. Mit dabei ein neuer Helfer: ein geländegängiges Kraftpaket auf vier Rädern für spezielle Brandfälle.
Einsatzbereit für das Art Lake Festival. Amtsdirektor Gottfried Richter und Ordnungsamtschef Matthias Pohl gestern mit Feuerwehrleuten und Johannitern im Einsatzzentrum am Bergheider See. Mit dabei ein neuer Helfer: ein geländegängiges Kraftpaket auf vier Rädern für spezielle Brandfälle. FOTO: Gabi Böttcher
Lichterfeld. Während junge Leute am Freitagvormittag immer noch in Scharen zum Festgelände des Art Lake Festivals am Bergheider See strömen, haben die Feuerwehrleute aus dem Amt Kleine Elster, die Johanniter vom Regionalverband Südbrandenburg und die Rettungskräfte von der DLRG Cottbus schon den Festivalauftakt am Donnerstag und eine Nacht danach absolviert. Martin Salchow vom Veranstalter dreiFedern GmbH aus Berlin und seine Kollegin Kim Lenhart haben sich im Einsatzzentrum der Sicherheitspartner eingefunden. Gabriela Böttcher

Hier kennt man sich inzwischen gut. Amtsdirektor Gottfried Richter und Ordnungsamtschef Matthias Pohl sind guter Dinge, dass auch die zweite Auflage des Art Lake Festivals wieder gut über die Bühne gehen wird.

Für die Sicherheit der jungen Gäste haben sie in dieser Saison eine neue Idee verwirklicht, die schon beim Feel Festival getestet und für sinnvoll befunden worden war. Gottfried Richter verweist auf einen geländegängigen Helfer im Brandfall, einen John Deere der Marke Gator. Oliver Ittner, Wehrführer aus Sallgast: "Das Fahrzeug kann 100 Liter Löschwasser auch abseits der Hauptwege zu einem Brandherd bringen." In einer Zeit von drei bis vier Minuten könne so über einen Kompressor mit hohem Druck ein erster Löschangriff an Orten zwischen den oft dicht stehenden Zelten ausgeführt werden, an die die großen Löschfahrzeuge nicht so leicht herankommen würden. Sandiges oder vom Regen aufgeweichtes, teils hügeliges Gelände ist für den kleinen Kraftprotz kein Problem. Die Feuerwehrleute haben dabei ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und das Fahrzeug mit der in Sallgast vorhandenen Löschtechnik ausgestattet. "Es verfügt auch über einen 60 Meter langen Schlauch, sodass wir nicht so nah an ein Feuer heranmüssten", ergänzt Oliver Ittner. Gedacht ist dabei an so genannte Entstehungsbrände - wenn beim Grillen ein Zelt Feuer fängt oder bei der Verwendung von Pyrotechnik ein hölzerner Kulissenteil betroffen ist.

"Im vorigen Jahr war von uns kein Brandereignis zu bekämpfen. Wir mussten hier noch nie mit Wasser tätig werden", erklärt Oliver Ittner. Unbedingt müsse auf die Zusammenarbeit mit den Johannitern hingewiesen werden, betont Gottfried Richter die Gemeinschaft der rund 30 Menschen, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Festivalgäste da sind. Ivo Thiele und Kay Kruppa gehören zu ihnen. Auch ein Arzt ist am Abend vor Ort. Schlechtes Schuhwerk sei die häufigste Ursache für gesundheitliche Probleme, erklären die Johanniter. Die Erstversorgung geschehe vor Ort. Und wenn wirklich mal geröntgt werden müsse, dann gehe es ab ins Krankenhaus.

Möglichst keinen Einsatz irgendwelcher Art wünscht Amtsdirektor Richter dem Sicherheitsteam. Mit Blick auf den John Deere schaut er in die Zukunft: "Wenn der sich bewährt, dann könnten wir vielleicht mal über eine Anschaffung nachdenken."