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Ersatzverkehr in Bauphase
Kosten-Nutzen-Abwägung spricht gegen Pendelverkehr

Finsterwalde. Eine Frage blieb bei der Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zur Erneuerung der Eisenbahnüberführung Sonnewalder Straße in Finsterwalde in der vorigen Woche unbeantwortet.

Warum kann während der Sperrzeit für den Zugverkehr auf der Strecke Halle — Guben wegen des Brückenbaus in Finsterwalde kein Zug-Pendelverkehr zwischen Finsterwalde und Cottbus eingerichtet werden? Diese Frage blieb bei der Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zur Erneuerung der Eisenbahnüberführung Sonnewalder Straße in Finsterwalde in der vorigen Woche unbeantwortet.

Gisbert Gahler vom Regionalbüro Kommunikation Berlin reicht diese Antwort nach: „Eine Wende der Regionalverkehrszüge in Finsterwalde würde einen zusätzlichen Zug samt Personal erfordern. Die Störungsreserve von DB Regio darf dafür nicht genutzt werden. Die Zeiträume für den Ersatzverkehr sind verhältnismäßig zu kurz, als dass man dafür zusätzliche Kapazität hätte aufbauen können. Der Nutzen beschränkte sich auf die Reisenden von beziehungsweise nach  Finsterwalde. Für alle anderen würde trotzdem eine Stunde Fahrzeitverlängerung entstehen. Der Bus des Ersatzverkehrs erreicht in Calau denselben Anschlusszug. Das aktuelle Konzept ist also in Abwägung von Kosten und Nutzen entstanden.“

(gb)