ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:08 Uhr

Jubiläum
Klostermusiken jubilieren seit 40 Jahren

Ein großartiges Festkonzert haben mehr als 400 Zuhörer in der Doberluger Klosterkirche erlebt.
Ein großartiges Festkonzert haben mehr als 400 Zuhörer in der Doberluger Klosterkirche erlebt. FOTO: Jürgen Weser
Doberlug-Kirchhain. Das Festkonzert lockt viele Besucher in die ehemalige Zisterzienserkirche nach Doberlug-Kirchhain. Von Jürgen Weser

Die Reihe der Doberluger Klostermusiken ist nicht mehr wegzudenken aus dem kulturellen Leben im Elbe-Elster-Kreis und ist seit 40 Jahren fester Bestandteil im Leben der Kantorei Doberlug. Anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der Klostermusiken strömten die Besucher zum Festkonzert. Die Kantoreien aus Doberlug und Finsterwalde unter Leitung von Kreiskantor Andreas Jaeger sorgten mit Musikern des Philharmonischen Orchesters Cottbus, mit Organist Christopher Lichtenstein und den Solisten Elisabeth Göckeritz, Johannes Pietzonka und Anton Haupt für ein hochwertiges Konzerterlebnis.

„Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht“, sangen die mehr als 60 Frauen und Männer der Doberluger Kantorei und Finsterwalder Trinitatiskantorei im Finale der Choralkantate von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das hatten sich wohl Mitglieder der Doberluger Kantorei zu eigen gemacht, als sie vor 40 Jahren die Klostermusiken auf den Weg brachten. Im Urlaub erlebte Kirchenkonzerte in Ostseeorten oder im Thüringer Wald ließen den Wunsch entstehen, so etwas möge auch in der Klosterkirche Doberlug funktionieren. Und es klappte. Auf den Tag genau vor 40 Jahren, so erinnerte Pfarrer Manfred Grosser am Sonntag mit seinen Grußworten, habe das erste Konzert mit einer Orgelvesper die Reihe der Klostermusiken gestartet. Zunächst noch im bescheidenen Umfang am Start, ist die Reihe inzwischen zum Erfolgsgaranten in der Konzertlandschaft der Region geworden und hat viele Höhepunkte geboten. Aber auch Kontinuität über Jahre hinweg wie die Weihnachtskonzerte vom Singkreis „Laudate“ machen den speziellen Charakter der Doberluger Klostermusiken aus.

Pfarrer Grosser erinnerte an Karl Trepsdorf als einen Begründer und langjährigen Organisator, an Anita und Steffen Engelmann als langjährige Organisatoren und viele Mitstreiter der Kantorei. Inzwischen ist man froh, dass Landkreis und Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ sowie „Kulturreise Elbe-Elster“ mit ins Klostermusiken-Boot gestiegen sind und die Finanzierung der Konzertreihe sichern helfen.

Natürlich stand am Sonntag für die gut 400 Besucher in der ehemaligen Klosterkirche die festliche Musik von Mendelssohn Bartholdy, von Frantisek Xaver Brixi, Johann Sebastian Bach und Franz Schubert im Mittelpunkt. Kreiskantor Andreas Jaeger und Claudia Jager hatten beide Kantoreien bestens auf das gemeinsame Konzert vorbereitet und für ein hochwertiges chorales Erlebnis insbesondere bei Schuberts Messe in G-Dur und für bestes Zusammenwirken mit den Musikern der Cottbuser Philharmonie gesorgt.

Viele Zuhörer erinnerten sich an eine weitere Kontinuität, nämlich an Kantor Horst Jaegers Arbeit als Vater von Andreas Jaeger. Christopher Lichtenstein als Organist und Tenor Johannes Pietzonka, beide in Herzberg musikalisch groß geworden, stellten ihre inzwischen national und international gefragten Fähigkeiten unter Beweis. Ein großes Dankeschön und der stehende Applaus war allen Akteuren der Jubiläumsklostermusik sicher.

Am 3. August gehen die Klostermusiken ins 41. Jahr. Das Barockensemble PaperKite ist zu Gast.