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| 13:32 Uhr

Rosskur für Krankenhaus Finsterwalde
Die „alte Gyn“ wird komplett saniert

Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer und der technische Leiter Uwe Schrader auf der Baustelle des Finsterwalder Krankenhauses.
Klinikum-Geschäftsführer Michael Neugebauer und der technische Leiter Uwe Schrader auf der Baustelle des Finsterwalder Krankenhauses. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Ziel: Bessere Bedingungen für Notaufnahme, Radiologie und Diagnostik im Klinikum Elbe-Elster in Finsterwalde Von Gabi Böttcher

„Jetzt, wo der Kran steht, ist es wirklich nicht mehr zu übersehen, dass es hier vorangeht“, Michael Neugebauer, Geschäftsführer des Elbe-Elster Klinikums, sieht auf der Baustelle des Finsterwalder Krankenhauses schon den Kreisel vor Augen, wie er im Eingangsbereich zur künftigen Notaufnahme am ehemaligen Gebäude der gynäkologischen Abteilung entstehen soll. Das unter Finsterwaldern als „alte Gyn“ bekannte Haus wird komplett umgebaut und in das vorhandene Gebäudeensemble mit dem unter Denkmalschutz stehenden historischen Krankenhausgebäude eingebunden.

Ein Verbindungsbau soll noch in diesem Jahr im Rohbau stehen. Zur Straßenseite hin gibt es außerdem einen Anbau an die „alte Gyn“. „Die Fundamente sind gegossen“, zeigt Uwe Schrader, technischer Leiter des Klinikums. Im Grunde werde nun jener vierte Bauabschnitt des Krankenhauses aus eigener Kraft gebaut, der unter anderen Fördervoraussetzungen bereits konzipiert gewesen sei. Zur Erinnerung: Wegen der im Land Brandenburg seit 2013 geltenden Richtlinie für Investitionen im Krankenhausbereich, die keine Förderung für Einzelbauten mehr vorsieht, war dieser vierte Bauabschnitt zwar bereits 2008 in Aussicht gestellt, dann aber gestrichen worden. Jetzt vermelden die Klinikum-Pläne: Land in Sicht. Mit dem Sahnehäubchen, der Neugestaltung des Außenbereiches zu einer parkähnlichen Anlage, soll im Jahr 2020 in Finsterwalde der vorläufige Schlussakkord erklingen. Vorläufig deshalb, weil in einem Krankenhaus immer wieder auf neue Anforderungen inklusive Vorgaben des Gesetzgebers reagiert werden müsse. So werde es im Sommer im Bereich der Küche und des Bettenhauses der Stationen 9 und 11 an die Modernisierung der Brandschutzeinrichtungen gehen. In den Häusern in Herzberg und Elsterwerda sei dies bereits geschehen.

Der Blick Richtung „alte Gyn“ heute und künftig.
Der Blick Richtung „alte Gyn“ heute und künftig. FOTO: LR / Architekturbüro Habermann

Ein besonderer Kraftakt am denkmalgeschützten Krankenhausbau steht mit der Sanierung des Balkons ins Haus. Dieser zeigt sich beim Blick auf das Gebäude von der Kirchhainer Straße als Anbau an der rechten Seite. In wenigen Tagen werde hier Baubeginn sein, so Michael Neugebauer. Der Balkon werde zunächst komplett abgetragen, die Steine geprüft und alles wieder aufgebaut. Das allein koste so um die 500 000 Euro, sagt Uwe Schrader.

Bis Ende des Jahres werden etwa acht Millionen Euro in den Umbau und die Sanierung des Finsterwalder Krankenhauses geflossen sein. Und das alles mit dem Ziel, die Bedingungen in der Notaufnahme, der Radiologie und der Diagnostik wesentlich zu verbessern. Im Obergeschoss der „alten Gyn“ wird künftig auch die Geschäftsführung ihren Sitz haben. Was dann mit dem alten Verwaltungsgebäude geschieht, ist derzeit noch nicht entschieden. Klar hingegen ist, dass in den kommenden drei Jahren in allen drei Krankenhäusern des Klinikums die energetische Bilanz verbessert werden soll. Dabei gehe es in erster Linie um eine Optimierung und Modernisierung der Gebäudetechnik. Insgesamt 2,5 Millionen Euro sind hierfür veranschlagt.