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Kleine Galerie zum Jubiläum ganz groß

Stolz präsentieren die Mitglieder des Kreativzirkels Dübrichen ihre Arbeiten zur Jubiläumsausstellung (von links): Jürgen Kielinski, Wilfried Arsand, Barbara Wienert, Gabi Schmidt, Karin Deul, Christiane Prinz, Petra Otto, KatrinThiele und Margot Arsand.
Stolz präsentieren die Mitglieder des Kreativzirkels Dübrichen ihre Arbeiten zur Jubiläumsausstellung (von links): Jürgen Kielinski, Wilfried Arsand, Barbara Wienert, Gabi Schmidt, Karin Deul, Christiane Prinz, Petra Otto, KatrinThiele und Margot Arsand. FOTO: Jürgen Weser/jgw1
Dübrichen. Der Kreativzirkel in Dübrichen begeistert zu seinem 20. Geburtstag mit einer Sonderausstellung. Aus der ständigen Galerie im Kleinformat ist eine Galerie im Großformat geworden. Jürgen Weser

Viel Trubel herrschte am Sonnabend im Gemeindezentrum am Ende des Dorfes. Gefeiert wurde ein ganz besonderer Geburtstag. Der Kreativzirkel des Ortsteiles Dübrichen von Doberlug-Kirchhain ist 20 Jahre alt geworden. Das größte Geschenk bereiteten die Zirkelmitglieder unter Leitung von Dr. Wilfried Arsand sich selbst und den Besuchern mit einer wunderbaren Ausstellung.

"Das Leben zu genießen ist der Vernunft Gebot" hat Wilfried Arsand unter eine seiner Arbeiten den Goethespruch gesetzt. Diese Lebensfreude verstrahlt die gesamte Ausstellung in ihrer heimatverbundenen kreativen Vielfältigkeit von Malerei und Zeichnung über Radierungen und Applikationen bis zu Holz- und Specksteinarbeiten.

Dem Namen des Zirkels entsprechend hatte Arsand gemeinsam mit Pfarrerin Brigitte Müller Lindner die Vernissage kreativ mit auf der Flöte gespielten Bauerntänzen eröffnet. Lob für ihn und die bisherige Arbeit des Zirkels gab es vom aktuellen Ortsvorsteher Kurt Meißner und seinem Vorgänger Harry Kaiser. Der Zirkel bereichert das Gemeindeleben mit seinen Aktivitäten zu bestimmten Anlässen wie im vergangenen Jahr zur 700-Jahrfeier. So schätzt Vivian Radigk den Zirkel als kulturellen Motivator im Dorf und für Doberlug-Kirchhain, weshalb Kerstin Stahl aus der Stadtverwaltung Dank sagte.

Zum Kunstdorf geworden ist Dübrichen, als der Kunstlehrer Wilfried Arsand aus Finsterwalde nach Dübrichen gezogen ist und sich im Dorf einbringen wollte. So gründete er im Jahr 1997 mit einigen Kunstinteressierten den Zeichenzirkel, der durch seine künstlerische Vielfältigkeit bald zum Kreativzirkel wurde. Arsand habe durch seinen Enthusiasmus so manchen im Dorf berührt und angesteckt, wie in der Festschrift des Dorfes nachzulesen ist.

Zehn bis zwölf Teilnehmer treffen sich regelmäßig im Gemeindezentrum, wo sie ihr gemeinsames Arbeitsrefugium haben. Neben Wilfried Arsand bereichert Jürgen Kielinski als derzeit einziger Mann die Zirkelarbeit. Für ihn gehören die künstlerische Betätigung und der Gedankenaustausch in der Gruppe unverzichtbar zu seinem Leben, wie er erklärt. "Die Arbeiten werden bei uns nicht bewertet, wir erheben keinen Anspruch darauf, Kunst zu produzieren", meint Zirkelleiter Wilfried Arsand und fordert damit Widerspruch heraus. "Ich finde schon, dass die Ausstellung Kunstwerke zeigt", sagt Schwiegertochter Konstanze Schirmer. Karin Deul als Zirkelmitglied ist von der kulturprägenden Arbeit des Zirkels so überzeugt, dass sie gerade erst wiederholt den Antrag zur Verleihung eines Kulturpreises durch den Elbe-Elster-Kreis eingereicht hat.

Der Zirkel strahlt künstlerisch über die Dorfgrenzen hinaus. Aus der ständigen Galerie im Kleinformat ist mit der Jubiläumsausstellung eine Galerie im Großformat geworden. Besucher können sich nach Voranmeldung davon überzeugen. Gern begrüßt Dr. Wilfried Arsand auch Neuinteressenten im Zirkel.