Vermutlich im Jahr 2013 sollen sich die ersten Baggerschaufeln in der Nähe des Klosters und bei Schadewitz in die Erde graben, um Altarme neu aufleben zu lassen. Wie die künftig aussehen, kann man sich bei Maasdorf schon ansehen. Dort sind sechs Flussschleifen, realisiert mit einem Aufwand von 1,6 Millionen Euro, fertiggestellt. Die Kleine Elster durchschneidet damit nicht mehr kerzengerade die Landschaft, sondern schlängelt sich durch sie. Drei Sohlgleiten, vier Überlaufdämme, eine Furt und ein Trenndamm wurden geschaffen. Bei Anliegern, Wanderern und vor allem Gewässertouristen gibt es Lob über die naturnahe Gestaltung. Inzwischen brechen Uferteile herab - beabsichtigt, wie Maasdorfs Ortsbürgermeister Eckhard Lehmann sagt. Damit sei ein Prozess in Gang gesetzt worden. Der Fluss beginne sich nun selbstständig, sein Flussbett zu schaffen. Das werde unterstützt, indem Buhnen und Faschinen errichtet werden.

Birgit Groth von der Flächenagentur Brandenburg erklärt, dass es enorm wichtig sei, bei der naturnahen Umgestaltung der Kleinen Elster im Kontakt mit den Flächeneigentümern und Nutzern, meist der Landwirtschaft, zu sein. Lehmann unterstreicht das und hat dabei den Blick auf die Hochwasserpläne an der Schwarzen Elster gerichtet.

Birgit Groth wird in der nächsten Woche in Maasdorf sein. “Dann kennzeichnen wir Bäume, die für den Ausbau der noch offenen siebenten Flussschleife bei Maasdorf weichen müssen„, erklärt sie und verrät damit den Baubeginn für ein großes Vorhaben: Maasdorf erhält hinterm Brückenkopf eine Insel, die für die Landwirtschaft über eine Furt zu erreichen sein wird. Den Bau der siebenten Schleife bezahlen komplett die Nutzer der Erdgasleitung Opal.