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Kleinbahrener Milchbänkler auf dem Bauernolymp

Zielen bitte! Alle Teilnehmer gaben ihr Bestes.
Zielen bitte! Alle Teilnehmer gaben ihr Bestes. FOTO: Pötzsch/top1
Frankena. Drei Tage lang wurde auf dem kleinen Frankenaer Sportplatz gefeiert. Der Höhepunkt dabei war die vierte Bauernolympiade am Sonntag. Torsten Pötzsch/top1

Und schon bei der Teilnehmerzahl fiel der erste Rekord. Zehn Teams, so viele wie noch nie, stellten sich den Herausforderungen rund um Heu, Stroh, Kartoffeln und Getreide. Das freute natürlich die Erfinder und Organisatoren der Olympiade rund um Enrico Reiche und Carolin Hammitsch, stellte aber auch eine logistische Herausforderung dar.

Bis wenige Minuten vor dem Beginn der Spiele wusste keiner der Akteure, um welche Disziplinen es sich handeln wird. So blieb die Spannung bei den zahlreichen Zuschauern im Rund und auch bei den Teilnehmern hoch. Schon eine Tradition ist es, dass der Ortsvorsteher Lutz Köhler gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr die Spiele eröffnet. Und dann konnten sie beginnen. Es wurden Heuballen geworfen, Kartoffeln sortiert, Vogelscheuchen geschmückt, ein Quiz forderte den Geist der Teilnehmer, eine abschließende Staffel entschied über Sieg und Niederlage. Mehr als drei Stunden dauerte der Spaß. Erstmals war eine kleine Arena aufgebaut worden. Die verschaffte Übersicht von allen Seiten.

"Alles in allem sind wir mit dem Wochenende sehr zufrieden", resümierte Stephan Müller, der Vereinsvorsitzende von "Wir in Frankena", am späten Sonntagnachmittag. "Es wird immer schwieriger, so ein großes Fest auf die Beine zu stellen. Und die Kosten im Vorfeld steigen von Jahr zu Jahr. Ich gehe aber davon aus, dass wir nach dem Kassensturz eine schwarze Null haben werden - das ist unser Ziel. Dann werden wir in diesem Rahmen auch weitermachen."

Und der Rahmen war ziemlich groß, und für jeden war etwas dabei. Am Freitag kam die Jugend mit den DJs aus dem Bau 122 auf ihre Kosten. Am Samstag feierten die Senioren am Nachmittag, dann wurde mit der Band "Sound up" bis in die frühen Sonntagmorgenstunden getanzt. Und am Sonntag platzte das Festzelt bei den Sonnewalder Schlossberg Musikanten aus allen Nähten.

Die vierte Auflage der Bauernolympiade, die aller zwei Jahre stattfindet, war dann das abschließende Sahnehäubchen. Alle Teams gaben vor ihren Fans, Familien und Gästen alles. Am Ende hatte dann die Kleinbahrener "Milchbanktruppe" die Nase vorn. Auf das silberne Treppchen kamen die Ossaker "Schlammtaucher", Platz drei belegte Brenitz.