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| 17:45 Uhr

Eine Erfolgsgeschichte
Heimat entdecken und Partner stärken

Thomas Hettwer  ist stolz auf die Erfolgsgeschichte der Klassentickets.
Thomas Hettwer ist stolz auf die Erfolgsgeschichte der Klassentickets. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Das Klassenticket der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ war 2017 begehrter denn je. Von Gabriela Böttcher

Thomas Hettwer vom Stiftungsvorstand kann die Erfolgsgeschichte des 2010 in Elbe-Elster aus der Taufe gehobenen Klassentickets mit Zahlen glasklar belegen. Und er kann sich freuen, dass sich seine im Juli vorigen Jahres gewagte Prognose bestätigt hat. „In diesem Jahr werden wir die 3000er-Marke wohl reißen“, hatte er beim damals neu gewonnenen Partner, der Fußballgolf-Anlage im Massener Ortsteil Ponnsdorf, mit Blick auf das Jahresende 2017 gesagt. Mit insgesamt 4610 Schülern ist die Prognose klar getoppt worden. Und auch bei den Partnern herrscht Zufriedenheit. Barbara Pöhle, Inhaberin der neben der Fußballgolf-Anlage liegenden  Gaststätte „Birkenwäldchen“: „Das Klassenticket ist gut angelaufen. Wir haben für dieses Jahr bereits wieder Anmeldungen.“

Die einst mit dem ersten Partner, dem Besucherbergwerk F 60, geborene Idee, Schulklassen bei einem Wandertag oder einer Exkursion die im Elbe-Elster-Kreis sozusagen vor der Haustür gelegenen Sahnestückchen nahezubringen, ist ein Erfolgsmodell. Thomas Hettwer verweist auf zwei Seiten der Medaille. Mit drei Euro Unterstützung je Schüler werde eine Entscheidung für eine  Exkursion im Landkreis und damit für das Kennenlernen der Heimat gefördert. Gleichzeitig bedeute es Wirtschaftsförderung für die mittlerweile 13 Partner des Klassentickets.

Diese müssen sich vor der Aufnahme in die Klassenticket-Gemeinschaft einem Qualitätscheck  unterziehen. Schließlich wolle man den Schulklassen qualitativ hochwertige Angebote machen, unterstreicht Thomas Hettwer. Deshalb gehe es nicht darum, die Zahl der Partner  zwingend zu erhöhen. „Unser Motiv entspricht dem Stiftungsgedanken ,In der  Region. Für die Region‘. Wir wollen, dass am Ende Kinder, Eltern, Lehrer und unsere Partner glücklich sind. Dabei wollen wir  nichts übers Knie brechen, sondern auf lange Sicht wirken“, unterstreicht Thomas Hettwer. Immerhin seien seit dem Start im Jahr 2010 mehr als 12 000 Schülerinnen und Schüler mit dem Klassenticket zu sehens- und erlebenswerten Zielen im Landkreis gekommen.

Wichtig ist dem Stiftungsvorstand dabei  die soziale Komponente. Da die Klassenlehrer selbstständig entscheiden können, ob sie die drei Euro gleichmäßig je Schüler  oder speziell für sozial schwache  Schüler verwenden möchten, müsse niemand von einer solchen Exkursion  ausgeschlossen bleiben.

Die Handhabung ist ganz einfach: Die Schulklassen melden sich direkt  bei den Klassenticket-Partnern an und müssen bei diesen nur die bereits um drei Euro je Schüler reduzierte Summe bezahlen. Die Verrechnung der Unterstützung erfolgt auf direktem Wege zwischen Partnern und Sparkassenstiftung.

Dass der Zuspruch von 2016 zu 2017 (2315 zu 4610 Schüler) regelrecht verdoppelt wurde, erklärt sich Hettwer so:  „Solche Angebote müssen sich herumsprechen.“ Das braucht seine Zeit. Da sich das Klassenticket nunmehr offenbar kräftig herumgesprochen hat, wagt der Stiftungsvorstand eine Prognose: „2018 werden wir wohl die 5500er-Marke knacken.“  Als vorläufig letzter und damit 13. Klassenticket-Partner ist im vorigen Jahr der Miniaturenpark in Elsterwerda in die Familie aufgenommen worden. Bleibt Thomas Hettwer dieser Wunsch in Richtung Schulklassen: „Rechtzeitig eine Exkursion zu den Partnern buchen.“