Mehrere hundert Verbraucher folgten bislang dem Aufruf der Verbraucherzentrale Brandenburg, sich mit der Teilnahme an einer Sammelklage gegen überzogene Preiserhöhungen von Gasversorgern zu wehren. „Damit haben die Verbraucherschützer ausreichend Material, um rechtliche Schritte gegen drei im Land Brandenburg tätige Gasversorger auf den Weg zu bringen“ , stellt Fachreferatsleiter Hartmut Müller in Aussicht.
Den Verbrauchern, die sich zur Teilnahme an den Sammelkagen bereit erklärt haben, dankt der Verbraucherschützer dafür, dass sie damit gleichzeitig die Interessen aller anderen Betroffenen wahrnehmen. Denn auf erstrittene Urteile können sich alle Verbraucher berufen.
„Die Verbraucherzentrale Brandenburg darf hier leider nur eine koordinierende Funktion übernehmen“ , klärt Hartmut Müller auf: „Die aktuellen Vorgänge unterstreichen jedoch, wie notwendig das von den Verbraucherzentralen geforderte Klagerecht stellvertretend für Verbraucher ist!“ Umso erfreulicher sei die große Bereitschaft Betroffener, hier gemeinsam für die Rechte der Verbraucher „am Ball zu bleiben“ .
Unabhängig von den in Vorbereitung befindlichen Klagen empfiehlt die Verbraucherzentrale Brandenburg dringend, jeder weiteren unangemessenen Preiserhöhung erneut zu widersprechen. Dafür kann der Musterbrief weiter verwendet werden, der in jeder Verbraucherberatungsstelle des Landes und im Internet unter www.vzb.de zu haben ist.
Individuellen Rat erhalten Betroffene in den Verbraucherberatungsstellen - Terminvereinbarung unter 01805/004049 (Mo. bis Fr. von 9 bis 16 Uhr, 12 ct/min a. d. Festnetz d. Deutschen Telekom). (red)