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Kjellberger fordern Einhaltung früherer Zusagen

Kjellberg-Beschäftigte kämpfen um Tarifabschlüsse.
Kjellberg-Beschäftigte kämpfen um Tarifabschlüsse. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. "Was die Stiftung momentan macht, ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich drei Monate lang für einen Tarifkompromiss engagiert haben", ruft Tino Grundke, Betriebsratsvorsitzender der Teilgesellschaft Kjellberg Technologie Park. Beschäftigte aller sechs Teilgesellschaften von Kjellberg sind am Mittwoch in ihrer Mittagspause in die Geschwister-Scholl-Straße vor den Sitz der Kjellberg-Stiftung gezogen, um ihrem Unmut über jüngste Enscheidungen Ausdruck zu verleihen. leh

Unterstützt wurde die Aktion von der IG Metall Cottbus/Südbrandenburg.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Ralf Köhler fasst zusammen: "Ende Januar haben die Arbeitgeber für die sechs Kjellberg-Gesellschaften zugesagt, innerhalb von vier Wochen nach Abschluss der Tarifrunde in der Fläche, mit der IG Metall über einen Stufenplan zur Erreichung des Flächentarifniveaus verhandeln zu wollen. Diese Verabredung wurde am 25. März umgesetzt. Wir hatten eine stufenweise Angleichung bis Ende 2016 ausgehandelt."

Der gestrigen Protestaktion ging eine überraschende Mitteilung von den Gesellschaftern voraus, dass "alle bisher gefassten Beschlüsse des Kuratoriums zu den Tarifverhandlungen aufgehoben werden”, so die IG Metall.

Die Metaller forderten im Namen der 350 Beschäftigten von den Verantwortlichen, Zusagen einzuhalten und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.