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| 01:07 Uhr

Kjellberg hat sich am Markt etabliert

FINSTERWALDE.. Während des Rundganges durch die Kjellberg Maschinen-und Elektroden GmbH erfuhren die Sommertourgäste in dieser Woche eine Menge über die wechselvolle Geschichte des traditionsreichen Industriebetriebes in der Leipziger Straße.


1922 in Finsterwalde gegründet, beschäftigte der Betrieb als VEB in der DDR mehr als 1 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 1991 privatisiert, hätten die Wirren der Wendezeiten dem Traditionsbetrieb auf dem Gebiet der Schweißtechnik fast den Garaus bereitet. Ein belgischer Investor hatte viel Schindluder getrieben. Ein großer Teil des ehemaligen Firmengeländes musste verlassen werden. Nur das beherzte Eingreifen der Mitarbeiter rettete das Unternehmen.
Seit vier Jahren, so konstatieren Produktionsleiter Manfred Schenker und der verantwortliche Vertriebsmitarbeiter Wolfgang Schmidt, nimmt das inzwischen mittelständische Unternehmen mit 148 Mitarbeitern eine positive Entwicklung.
Seit 1997 wurden 4,7 Millionen Euro in den Betrieb investiert, von 1999 bis 2003 konnte eine Umsatzverdopplung erreicht werden. In diesem Jahr peilt Kjellberg einen Umsatz von 15,1 Millionen an. Das Profil von der überwiegenden Elektrodenfertigung hat sich gewandelt. 70 Prozent des Umsatzes kommen aus der neuen Plasmaschneidtechnologie und etwa ein Drittel aus der Produktion von Schweißgeräten. Insgesamt 56 Prozent des Umsatzes werden durch den Export in insgesamt vierzig Länder von Westeuropa über Südafrika und Mexiko bis China erwirtschaftet. 26 Mitarbeiter des Betriebes sind in Forschung und Entwicklung tätig, woraus deutlich wird, wie sehr sich Kjellberg mit neuen Technologien am Markt behaupten will. Deshalb werden auch sechs Azubis als CNC-Dreher und Elektroniker ausgebildet, um junge, gut ausgebildete Kräfte für die Zukunft zur Verfügung zu haben. (jw)