Es war kein Wochenende der Rekorde, aber es war ein sportlicher Vergleich, der von Schwimmern und Helfern am Rande viele anerkennende und lobende Worte fand. Die Teilnehmerzahl lag nur ganz knapp unter dem Bestwert vom Vorjahr. 2011 hatten sich 170 Schwimmer dem 24-Stunden-Marathon gestellt und dabei mit vereinten Kräften knapp 1700 Kilometer zurückgelegt. Dass die zurückgelegte Distanz in diesem Jahr nun so deutlich unter dem Vorjahresrekord lag, ist ganz einfach zu erklären. "Wir haben statt drei wie im Vorjahr diesmal pro Mannschaft nur zwei Schwimmer gleichzeitig auf die Bahn gelassen, damit es nicht so eng zugeht", erläutert Carola Jann-Lück, Organisatorin von der Falkenberger Wasserwacht, eine wesentliche Veränderung.

Von den Teams begrüßt

Diese ist bei den startenden Teams durchaus auf Zustimmung gestoßen. "Bei vier Mannschaften auf einer Bahn wird es mit dann zwölf Schwimmern gleichzeitig im Wasser manchmal schon unangenehm", schätzt Mathias Bombis von der Liebenwerdaer Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ein. Dem Aspekt des bequemeren Schwimmens kann auch Marion Richter von der TSV Lubwart Bad Liebenwerda Positives abgewinnen. Allerdings habe diese Minderung der Aktiven, die gleichzeitig im Wasser sein können, auch einen Nachteil, besonders eben für sehr leistungsorientierte Schwimmer wie die vom Lubwart-Verein: "Viele unserer Starter können ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen", merkt sie an.

Dennoch ist Marion Richter mit dem Erreichten vollauf zufrieden. Schließlich hat sich Lubwart die Siegerpokale in der Erwachsenen- und in der Jugendwertung erschwommen. Auch der Nachtpokal ging an den Schwimmverein der Kurstadt. Dabei lassen die Kinder und Jugendlichen die Erwachsenen staunen, weil sie in der Gesamtwertung 1,5 Kilometer mehr geschafft haben.

"Die Kinder sind enorm motiviert und haben dazu beigetragen, dass unsere Zielstellungen übertroffen wurden", lobt neben Mathias Bombis von der DLRG auch Roberto Rambach, Betreuer der Wasserwacht Forst.

Reibungslose Organisation

Zufriedene Gesichter nach 24 Stunden bei Aktiven und Organisatoren gleichermaßen. "Allen Teilnehmern gebührt ein großes Dankeschön für ihren Einsatz.

Auch die Besetzung der Wettkampftische, die die Mannschaften neben dem Schwimmen absichern mussten, klappte reibungslos", bilanziert Carola Jann-Lück. "Es hat alles prima geklappt", freut sich auch Simone Ott, Marketingchefin des Wonnemar. Dem achten Wettbewerb dieser Art steht deshalb nichts im Weg. Am zweiten Januarwochenende 2013 ist das Becken im Bad Liebenwerdaer Schwimmbad für die Ausdauersportler reserviert.

Zum Thema:
Die mehr als 50 von der Lausitzer Rundschau gesponserten Pokale haben alle ihren Besitzer gefunden. Das Siegerteam kam vom TSV Lubwart (116 000 Meter), gefolgt von der Wonnemar-Mannschaft (109 000), der DLRG (106 300), der Wasserwacht Falkenberg (100 200) und der Wasserwacht Forst (90 600). Um die Leistungen der Kinder und Jugendlichen besser anerkennen zu können, gab es in diesem Jahr erstmals eine für sie getrennte Mannschaftswertung. Die Platzierungen dabei: Den Sieg holte der TSV Lubwart (118 100 Meter), gefolgt von der Wasserwacht Senftenberg (66 700), der Wasserwacht Forst (51900) und der Wasserwacht Falkenberg (43 200).