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| 15:44 Uhr

Kirchenkreis Niederlausitz
Kinder bringen Elias-Musical auf die Theater-Bühne

Elias, gespielt von Simon Ruhland (rechts), ist die Hauptfigur in dem Musical „Elias, Kämpfer Gottes“. 30 Kinder aus dem Kirchenkreis Niederlausitz haben es in Uebigau und Finsterwalde aufgeführt. 
Elias, gespielt von Simon Ruhland (rechts), ist die Hauptfigur in dem Musical „Elias, Kämpfer Gottes“. 30 Kinder aus dem Kirchenkreis Niederlausitz haben es in Uebigau und Finsterwalde aufgeführt.  FOTO: Franziska Dorn
Uebigau/Finsterwalde. Mit dem Musical „Elias, Kämpfer Gottes“ von Mathias Pech haben am Freitag und Samstag 30 Kinder aus dem Evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz Zuschauer in Uebigau und Finsterwalde begeistert. Von Franziska Dorn

In dem Stück „Elias, Kämpfer Gottes“ von Mathias Pech geht es um die Geschichte der biblischen Figur Elias, einen von Gott Beauftragten, aber auch um Hitze und Dürre. Letzteres konnten die jungen Schauspieler während ihrer einwöchigen Probenfreizeit in der Uebigauer Schlossherberge besonders gut nachempfinden. Bei Temperaturen um die 40-Grad-Marke kamen Kinder und Betreuer nicht nur wegen der bevorstehenden Aufführungen ins Schwitzen.

Israel im 9. Jahrhundert vor Christus. Hier ist das Stück angesiedelt. Eine lähmende Dürreperiode machte den Menschen das Leben schwer. Der Prophet Elias, gespielt von dem 14-jährigen Simon Ruhland aus Lübbenau, hatte dies vorausgesagt. Es ist eine Strafe, weil die Menschen sich von Gott abgewendet hatten. Schuld daran sind der König Ahab und seine Frau Isebel, überzeugend verkörpert von den Geschwistern Samuel und Sarah-Jane Lehmann aus Friedersdorf. Sie haben die Verehrung fremder Götter zugelassen. Elia hatte die Auseinandersetzung mit den Baalspriestern auf sich genommen und Erfolge erzielt. Er musste fliehen. „Es ist genug, so nimm nun meine Seele. Ich bin nicht besser als meine Väter“, singt Simon und bringt die Zweifel des Propheten zum Ausdruck. Der Engel (Sophie Brauer) fordert ihn auf, in das Dorf Zarpat zu gehen. Bei einer Witwe (Lena Thiele) findet er Zuflucht. Schließlich beweist er mit der Heilung ihres sterbenden Jungen und mit einem Opferfeuer die Kraft seines Gottes.

Etwa 50 Zuschauer in Uebigau und etwa 200 am Tag darauf in Finsterwalde verfolgten in den vergleichsweise kühlen Gotteshäusern das Geschehen. Alle waren am Schluss begeistert. Für die Soli, Spielszenen und Chorgesänge gab es einen kräftigen Applaus. Lob gab es außerdem für Kostüme und Kulissen.

Die Pädagoginnen Daniela Nützler und Nora Schneider probten mit den Kindern die Theaterszenen, bastelten Requisiten und schneiderten Kostüme. Für den musikalischen Part waren Kantor Johannes Leonardy und Kantorin Katharina Schröder verantwortlich. Sie haben mit Hilfe von Praktikantin Hannah Freye die anspruchsvolle Partitur einstudiert.

Bereits zum dritten Mal in Folge organisierte das Team aus dem Kirchenkreis Niederlausitz diese musikalische Freizeit für Kinder zwischen 7 und 15 Jahren. Als Ergebnis gibt es jeweils zwei Aufführungen eines Musicals über eine Bibelgeschichte. Eine Neuerung war bei der diesjährigen Auflage die instrumentale Unterstützung durch ein Ensemble. Katharina Schröder am Piano, Hannah Freye (Violine), Matthias Jentsch (Klarinette), Sabine Schulz (Cello) und Peter Hieber (Cajon) ergänzten die Kinderstimmen klangvoll.