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| 18:23 Uhr

Weltoffenheit – in Doberlug-Kirchhain gelebt und gefördert
Kind bleibt Kind – egal woher es stammt

Zum 3. Mal hat die Initiative „Doberlug-KIrchhain. Menschen für Menschen“ eine interkulturelle Weihnachtsbäckerei organisiert.
Zum 3. Mal hat die Initiative „Doberlug-KIrchhain. Menschen für Menschen“ eine interkulturelle Weihnachtsbäckerei organisiert. FOTO: Diana Wolff
Doberlug-Kirchhain. Plätzchenduft  und Weihnachtslieder mischen sich in Doberlug-Kirchhain bei der 3. interkulturellen Weihnachtsbäckerei. Von Heike Lehmann

Mehr als 90 Kinder haben am Montag gemeinsam „In der Weihnachtsbäckerei“ gesungen – in der Sporthalle des FSV Kirchhain. Dort fand zum 3. Mal eine interkulturelle Weihnachtsbäckerei der Initiative „Doberlug-Kirchhain. Menschen für Menschen“ statt.

Auch der Verein G3 „Generationen gehen Gemeinsam“ setzt sich gemeinsam mit dem Netzwerk „Doberlug-Kirchhain. Menschen für Menschen“ und der evangelischen Kirchengemeinde Kirchhain für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft ein. Um eine Anerkennungskultur aufzubauen, wurde seit September 2017 der Begegnungsraum „MaLVi“ (Miteinander aktiv in Vielfalt Leben) eingeführt. Dieses bemerkenswerte Engagement hat die Town & Country Stiftung  mit 1000 Euro gefördert. Stiftungsbotschafter Detlef Zobel hat die interkulturelle Weihnachtsbäckerei genutzt, um den symbolischen Scheck zu übergeben.

Auch der Weihnachtsmann schaute mit Geschenken vorbei.
Auch der Weihnachtsmann schaute mit Geschenken vorbei. FOTO: Diana Wolff

Einen wichtiger Aspekt des Zusammenlebens stellt die gesellschaftliche Teilhabe dar. Das „MaLVi“ ist ein zentraler, generationsübergreifender und interkultureller Ort für Flüchtlinge, Menschen mit Migrationshintergrund und den Bewohnern der Stadt. Neben gesellschaftlichen Angeboten wie Kochkursen und gemeinsamen Spiel- und Vorlesenachmittagen werden auch Bildungsangebote wie Hausaufgabenhilfen und Deutschkurse ermöglicht.

Bürgermeister Bodo Broszinski überraschte die Kinder mit Schokoladenweihnachtsmännern.
Bürgermeister Bodo Broszinski überraschte die Kinder mit Schokoladenweihnachtsmännern. FOTO: Diana Wolff

An der gesamten Planung und Umsetzung sind zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder beteiligt. Zusätzlich wird der Raum durch zwei Bundesfreiwilligendienstler unterstützt, die bei der Stadt Doberlug-Kirchhain beschäftigt sind. Familien mit Migrationshintergrund oder geflüchtete Familien gestalten das Programm aktiv mit. Dabei stärken sie ihr Selbstwertgefühl, lernen ihre Mitmenschen, deren Kultur und die neue Umgebung kennen und sind somit Teil der Gesellschaft Doberlug-Kirchhains.

Helfer und Akteure auf einem gemeinsamen Erinnerungsfoto.
Helfer und Akteure auf einem gemeinsamen Erinnerungsfoto. FOTO: Diana Wolff

Detlef Zobel, Botschafter der Town & Country Stiftung, übergab den symbolischen Spendenscheck und sagte: „Ich bin sehr stolz auf die Stadt Doberlug-Kirchhain und all ihre Einwohner, die sich dafür einsetzen, soziale Engpässe anzugehen und für ein tolerantes Miteinander zu sorgen. Hier bekommen alle Kinder, gleich welcher Herkunft, eine Chance auf Bildung und eine Perspektive.“

Übergabe vom Stiftungspreis der Town & Countrystiftung an der Verein G3. Generationen gehen gemeinsam.
Übergabe vom Stiftungspreis der Town & Countrystiftung an der Verein G3. Generationen gehen gemeinsam. FOTO: B. Eichhorn

Diana Wolff von der Initiative „Menschen für Menschen“ berichtet aus der interkulturellen Bäckerei: „Kinder aus den Kindertagesstätten Arche Noah, Olga Günther-Mechel, Krümelkiste, Zwergenhaus, Spatzennest und aus der Erstaufnahmeeinrichtung sowie Gäste aus Lugau haben sich als kleine Plätzchenbäcker versucht. Unterstützt wurden sie von der Bäckerei Schulze aus Gorden, die mit ihrem mobilen Backofen und jeder Menge Plätzchenteig vorgefahren sind.“ Der Teig wurde ausgerollt, kleine und große Plätzchen ausgestochen und verziert, um sie anschließend gleich vom Bäcker Philipp Müller backen zu lassen. Auch in diesem Jahr gab es zusätzlich wieder kleine und süße Köstlichkeiten, die Nourath Refaat aus Syrien gemeinsam mit den Kindern zubereitete. „Ihre landestypischen Naschereien waren den ganzen Vormittag sehr begehrt und wurden gleich vor Ort von Klein und Groß vernascht“, berichtet Diana Wolff. Der Weihnachtsmann schaute natürlich auch zur Tür herein. Mit vollen Säcken sorgte er für leuchtende Kinderaugen und wurde gebührend empfangen. Für jedes Kind hatte er etwas dabei und verteilte mit seinem Helfer, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, der in diesem Jahr die Kleinen tatkräftig beim Ausstechen und Verzieren der Plätzchen unterstützt hat, die Weihnachtsbeutelchen. Auch Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski kam mit vollen Händen und überraschte die kleinen Plätzchenbäcker der Stadt mit einem Schokoladenweihnachtsmann.

Diana Wolff zieht ein Fazit: „Es hat sich wieder gezeigt, dass Kinder keine Unterschiede machen. Egal wie jemand spricht, wo er herkommt oder wie er gekleidet ist. Kind bleibt Kind.“