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Kein Platz mehr frei im Schützenhaus

Viel Beifall gab es bei der Opernabend-Premiere im Finsterwalder Schützenhaus für die Künstler.
Viel Beifall gab es bei der Opernabend-Premiere im Finsterwalder Schützenhaus für die Künstler. FOTO: Mario Sanders/mas1
Finsterwalde. Brechend voller Gastraum, nicht ein einziger Stuhl leer, einige Besucher fanden nur noch im Nebenzimmer Platz, etliche Leute mussten sogar wieder nach Hause gehen. Der erste Opernabend im Finsterwalder Schützenhaus war ein Riesenerfolg. mas1

Die Gastwirtin Soja Koch hatte mit ihrer Idee, die junge Ungarin Erika Fazekas zu einem Opernabend einzuladen, genau ins Schwarze getroffen. Die klangvolle Stimme der Mezzosopranistin, begleitet vom Organisten Peter Mekis, faszinierte die mehr als 50 Besucher, die einen Sitzplatz ergattern konnten.

Beide Künstler, die sich beim Studium in Budapest kennengelernt und seitdem etwa 15 gemeinsame Auftritte nicht nur in Ungarn, sondern auch in Wien und Prag absolviert haben, begeisterten zur Premiere mit ihrer Musik aus Bizets Oper Carmen und von Rachmaninow. Viel Beifall ernteten auch die fast blinde und gehörlose Ljussija Oberst und ihre zwölfjährige Tochter Maria mit selbst gedichteten und komponierten russischen Balladen.

In der Konzertpause setzte sich mit Olaf Wildau dann sogar noch ein Finsterwalder ans Klavier und spielte Stücke von Erik Clapton und Udo Lindenberg.

"Ein gewaltiges Stimmvolumen", schwärmte Elsa Fendel, die extra aus Craupe zum Konzert in die Sängerstadt kam, über die Sängerinnen. "Solche Konzerte müsste es öfters mal in Finsterwalde geben", wünschte sich Susanne Rother aus der Sängerstadt. Ermutigt vom Erfolg des Abends will Soja Koch den alten Mauern vom Traditionsgasthaus wieder mehr Leben einhauchen. Die Chefin des Schützenhauses plant, Konzerte verschiedener Musikstile künftig jeden Monat zu veranstalten.