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Kein neues Auto, wenn der Aschenbecher voll ist

Leserbrief. Axel Eckert, Sprecher der Bürgerinitiative Abwasser in Sonnewalde, schreibt zu LR-Beiträgen über hohe Abwasserkosten:

Der Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz will, wie die EUNDSCHAU berichtet hat, im Sonnewalder Ortsteil Goßmar eine mehr als 800 000 Euro teure Investition, nur weil in Goßmar ein Gully stinkt. Nach Befragen der Anwohner, hat sich das Problem wie von Zauberhand gelöst. Jedoch nicht durch die Voodoo Magie des Verbandsvorstehers Herrn Seidel, sondern seit einer Video-Kanaldurchfahrung zur Kontrolle der Abwasserrohre. Ach ja, nicht nur dadurch. Denn vorher mussten die Rohre mit Hochdruck gereinigt werden - sicherlich zum ersten Mal seit Bau der Leitungen vor mehr als zwanzig Jahren. Oder wurde das etwa regelmäßig gemacht. Dann sollten ja Protokolle vorhanden sein.

Wie doof muss man denn sein? Wenn der Aschenbecher im Auto voll ist, kaufe ich mir doch auch kein Neues. Ich mache den erst einmal leer und nachdem er richtig geputzt wurde, stinkt das Auto auch nicht mehr - ist ein bisschen billiger. Zu vermuten ist, dass hier der Bau-Lobby die Taschen vollgemacht werden sollen und vorhandenes und noch zu besorgendes Geld "verbraten" wird, um den Steuerzahlern insgesamt und den Betroffenen Sonnewaldern, im Besonderen die Konten zu plündern.

Wer kontrolliert hier eigentlich die Kompetenz und das Handeln des Verbandes und des Verbandsvorstehers?

Da fällt mir eigentlich nur ein Song von Reinhard Grebe ein: "Es gibt Länder, wo was los ist, es gibt Länder, wo richtig was los ist und es gibt Brandenburg. . ."