Im Heimspiel hatte der heutige Gast die Nase vorn, und die Spieler von René Büchl waren gewarnt.

Viele Ausfälle
Kurios ist es schon: Von der Mannschaft, die die erste Halbserie recht ordentlich bestritten hat, ist personell nicht allzu viel übrig geblieben. Bereits jetzt schon hat es sich ausgezahlt, dass eine zweite Mannschaft gegründet wurde und verschiedene Akteure in der Landesliga aushelfen können.
So war es auch am Wochenende, denn mit Dietmar Frohberg und Chris Volkmann ver stärkten wieder einmal zwei Spieler der zweiten Garde das durch die Ausfälle von Spielmacher Andreas Theuergarten, Frank Czerwonka, Henry Kossagk und Dirk Wende stark gebeutelte Team von Trainer Büchl. Mit viel Selbstbewusstsein wollten die Gastgeber vor seinen wie immer treuen Fans ans Werk gehen, spätestens beim 0:3 nach fünf Minuten wussten alle, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, den direkten Tabellennachbarn zu bezwingen.
Der VfB verschlief die Anfangsphase fast vollständig und ließ, wie auch schon in den vorherigen Spielen, seine hundertprozentigen Chancen oft ungenutzt. Plessa spielte effektiv und führte nach zehn Minuten mit 5:3. Dann der erste Aufreger des Spiels: Nach einem Freiwurfpfiff wirft ein Plessaer Spieler dem im ganzen Spiel recht ordentlich spielenden Hendrik Grafe den Ball ins Gesicht und erhält dafür die rote Karte. Nach einem unfairen Schlag ins Gesicht musste auch Andreas Funke beim VfB des Spielfeld in der 25. Minute vorzeitig verlassen. Bis dahin überzeugten allein Christoph Zehe und Alex Hriwnatzky auf der Seite des VfB, der bis zur Halbzeit zwar zweimal ausgleichen konnte, aber es nicht zustande brachte, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen.
Abspielfehler und zu überhastete Abschlüsse prägten das Spiel des VfB in der ersten Hälfte.
Nach der Pause ging es jedoch nicht, wie von den Zuschauern erwartet, mit neuem Ehrgeiz weiter, nach 42 Minuten stand es sogar 14:19 aus Sicht des VfB. Zusätzlich wurde das Spiel jetzt härter, zu fast keiner Zeit spielten die Mannschaften mit voller Besetzung und vom VfB kam kaum Druck mit klarem Zug zum Tor. Es war kein wirkliches Aufbäumen gegen diese drohende Niederlage gegen die nicht übermächtigen Gäste zu erkennen, und so blieb die Differenz von fünf Toren bis zur 55. Minute beim 27:22 erhalten. Der Abstand war zum Schluss zu groß, um das Spiel noch mal zu kippen, und so stand es nach der vollen Spielzeit sogar 23:31 - eine bittere, jedoch verdiente Niederlage für die Männer des VfB, die mit mehr Kampf und Siegeswillen hätte verhindert werden können.

Zielsetzung überdenken
Einzig überzeugend waren an diesem Tag neben den oben genannten noch Michael Risse und Hendrik Grafe, die mit guten Szenen auf sich aufmerksam machten. Für das nächste Spiel sollten sich die Akteure noch mal überlegen, wo sie am Ende der Saison in der Tabelle stehen wollen, die Aufgabe ist beim Ludwigsfelder HC so schon schwer genug.

Es spielten für den VfB: A. Pohl, A. Hriwnatzky, Ch. Zehe (10), M. Risse (4), H. Grafe (6), Th. Krüger, A. Funke (1), Ch. Volkmann (1), D. Froberg (1), M. Glasewald (2).