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| 01:04 Uhr

Kein Grund zur Panik in den Gärten

Elbe-Elster-Kreis.. Das ungewöhnlich milde Wetter lässt manchen Gärtner einen besorgten Blick in seinen Garten werfen. Kommen da etwa schon die Schneeglöckchen, oder treibt der Flieder aus? Die RUNDSCHAU sprach mit Gärtnermeisterin Kathrin Perlitius aus der Baumschule in Falkenberg.


Frau Perlitius, was sagen Sie zu dem Wetter„
Ich finde es gut. Da gibt es wenigstens nicht so viele Frostschäden.

Das warme Wetter ist also nicht so dramatisch.
Nein, kein Grund zur Panik. Wenn es noch drei Wochen so warm bleiben würde, dann könnten einige Pflanzen austreiben. Bei Obstbäumen dürfte das aber selbst dann noch nicht der Fall sein. Bei einigen anderen Pflanzen wäre es problematisch, wenn nach dem Austrieb wieder frostige Temperaturen herrschen.

Was kann man in einem solchen Fall tun“
Bei Hartriegel oder Flieder zum Beispiel passiert gar nichts, selbst wenn sie so zeitig treiben sollten. Problematisch wird es bei exotischen Pflanzen, wie beim Buchsbaum beispielsweise. Wenn die treiben dürfen sie möglichst keinen Frost abbekommen.

Es wird aber sicher noch mal kalt werden in diesem Winter.
Das wäre auch sehr wichtig, damit wir im Sommer keine Schädlingsplage haben. Man sollte versuchen, Pflanzen so gut wie möglich vor Frostschäden zu schützen. Wenn Spitzen, zum Beispiel bei Rosen, starke Kälte abbekommen, frieren die Triebe völlig aus, weil die Zellen voll Wasser sind. Immergrün, Lorbeer oder Buchsbaum bekommen vom Frost gelbe Flecken. Man sollte sie dann aber nicht vor eilig wegwerfen. Sie erholen sich wieder.

Es fragte Birgit Rudow.