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Kammermusikfestival wandert gen Norden

Johanna Zmeck ist mit dem 7. Festival äußerst zufrieden.
Johanna Zmeck ist mit dem 7. Festival äußerst zufrieden. FOTO: jgw1
Finsterwalde. Organisatorin Johanna Zmeck zieht im RUNDSCHAU-Gespräch nach der 7. Auflage des Kammermusikfestivals in Finsterwalde ein Resümee. jgw1

Frau Zmeck, sieben Konzerte mit dem Schwerpunkt auf das kammermusikalische Schaffen Beethovens ist Geschichte. Sie haben mit Nassib Ahmadieh das Festival 2011 aus der Taufe gehoben und seitdem jährlich gemeinsam organisiert. Wie fällt Ihr Fazit in diesem Jahr aus?
Johanna Zmeck: Äußerst positiv. Mit insgesamt mehr als 900 Besuchern für Kammermusikabende und drei ausverkauften Konzerten können wir sehr zufrieden sein. Finsterwalde hat sich mit dem Hauptspielort Logenhaus als Festivalort stets weiterentwickelt und fest etabliert.

Woran machen Sie das fest?
Johanna Zmeck: Wir verzeichnen viele Besucher aus der Sängerstadtregion, darunter eine wachsende Zahl von Stammgästen. Darüber hinaus ist unser Einzugsgebiet weiter gewachsen. Konzertliebhaber kommen inzwischen aus Potsdam, Frankfurt, Senftenberg, Herzberg und Bernau. Sogar aus Bonn konnten wir Besucher begrüßen. Das Niveau unseres Festivals mit vornehmlich jungen Ensembles spricht sich herum.

Wie erleben Sie die Reaktionen von Musikern und Publikum?
Johanna Zmeck: Ausnehmend wohl fühlen sich die Musiker hier. Sie sind begeistert vom Ambiente im Logenhaus und in der Trinitatiskirche und angetan von der Betreuung. Deshalb wollen viele wiederkommen. Auch wegen des Publikums, das als begeisterungsfähig und äußerst aufmerksam empfunden wird. So entsteht stets eine positive Resonanz zwischen Musikern und Publikum.

Sie haben die Betreuung angesprochen. Wer hat außer Ihnen und Nassib Ahmadieh den Hut auf?
Johanna Zmeck: Da möchten wir uns beim Catering-Team "Tango Argentino" um Martina und Udo Tschatschula bedanken. Natürlich bei der Stadt für die tolle Unterstützung insgesamt und insbesondere durch Kulturmanagerin Yvonne Jeske und die Presseverantwortliche Paula Vogel.

Wie stabil ist die Finanzierung des Festivals?
Johanna Zmeck: Das läuft gut. Wir hatten in diesem Jahr eine weiter gewachsene Zahl von Sponsoren. Neben der Stadt und der Elbe-Elster-Sparkasse unterstützen uns Unternehmen, Geschäfts- und Privatleute. Sehr hilft auch das äußere attraktive Erscheinungsbild, wofür die Piktografen sorgen. Aber suchen wir nach noch weitere Sponsoren. Vielleicht findet sich ein Großsponsor, damit wir uns bei Beibehaltung der Eintrittspreise noch weiter überregional etablieren können.

Was ist Ihnen besonders wichtig?
Johanna Zmeck: Dass wir den positiven Trend mit den Kinderkonzerten weiter fortsetzen und uns noch stärker im Jugendbereich verankern können.

Gibt es bereits Gedanken für das kommende Festivaljahr?
Johanna Zmeck: Natürlich. Finsterwalde ist ein guter Standort für kulturelle Highlights. Wir arbeiten am Programm, haben schon mit Ensembles Vorabsprachen getroffen. Wir wollen eine neue Überraschung wie diesmal mit dem Posaunenkonzert bieten. Bewährt hat sich die Konzentrierung auf einen Komponisten, für den es jeweils so etwas wie ein Jubiläumsjahr gibt. Wir verraten nur soviel: 2018 geht es in Europas Norden.

Mit Johanna Zmeck

sprach Jürgen Weser.