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Kahlschlag „war ein Versehen“

Finsterwalde.. Der Grünstreifen in der Mecklenburger Straße ist im Zuge von Kanalarbeiten „versehentlich abgeholzt“ worden. Darüber informierte man jetzt im Finsterwalder Rathaus.

Bauamtsleiter Frank Zimmermann hatte im März nach massiven Bürgerprotesten zunächst einen Baustopp ausgesprochen (RUNDSCHAU informierte), als etwa die Hälfte des Gehölzstreifens in der Mecklenburger Straße der Säge zum Opfer fiel - obwohl der Bebauungsplan für die „Südliche Stadtkernentlastungsstraße“ eindeutig den Erhalt des Grüngürtels vorsah. Nach einer Vor-Ort-Beratung verschiedener Behörden und des Planungsbüros steht fest: Der Cottbuser Baufirma sei ein bedauerlicher Fehler passiert - „die Firma steht dazu und entschuldigt sich“ , so Zimmermann. Nach der Kanalverlegung und dem Straßenbau werde der Schaden auf Kosten des Verursachers behoben und der Grünstreifen neu angelegt, wird versichert.
Inzwischen ist der Baustopp wieder aufgehoben. Bauleute stellen eine Verbindung des Mischwasserkanals zum Schacht am Kreisverkehr her. „Grün, das hier entfernt werden muss, wird eingeschlagen und dann wieder eingepflanzt“ , so der Bauamtsleiter.
Anlieger der Mecklenburger Straße wurden vom Kahlschlag vor ihrem Block überrascht und waren sauer: „Die Bewohner haben die Bäume und Sträucher Mitte der 80-er Jahre selbst gepflanzt.“ Die „Südliche Stadtkernentlastungsstraße“ - heute Abend auch ein Thema in der Sitzung der Stadtverordneten. (-db-)