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Jury in Entscheidungsnöten

Die Wettbewerbsteilnehmer mit den Siegern Juliana Röder und Florian Weber (3. und 4.v.r.) und Jessin El-Nemr (5.v.r). Die EE Teilnehmer Isabell Hoigt und Meike Böttcher (2. u. 3.v.l.) und Levi Schmidt (2.v.r).
Die Wettbewerbsteilnehmer mit den Siegern Juliana Röder und Florian Weber (3. und 4.v.r.) und Jessin El-Nemr (5.v.r). Die EE Teilnehmer Isabell Hoigt und Meike Böttcher (2. u. 3.v.l.) und Levi Schmidt (2.v.r). FOTO: jgw1
Doberlug-Kirchhain. Sie trauten sich. Im Trauzimmer des Doberluger Schlosses, wo Brautpaare ins neue Leben starten, sind am Sonnabend fünf Mädchen und drei Jungen als Kreissieger aus den Landkreisen Cottbus, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Teltow-Fläming sowie aus dem Elbe-Elster-Gastgeberkreis an den Vorlesestart gegangen. Jürgen Weser / jgw1

Die Sechstklässler ermittelten in einem von mehreren Regionalausscheiden zwei Finalisten für den Landesausscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 11. Mai in der BuGa-Stadt Brandenburg.

Aufgeregt saßen sie in der ersten Runde. Zwar beruhigten Elbe-Elster Kulturamtsleiter Andreas Pöschl und Marion Ballnat als Leiterin des Kreismedienzentrums mit ihren Begrüßungen, dass sie als Teilnehmer am Brandenburger Regionalfinale ja alle schon Sieger bei Schul- und Kreiswettbewerben waren, aber die Aufregungg blieb. Auch als Kulturamtsmitarbeiterin Steffi Städter ihre gesanglichen Fähigkeiten nutzte und den Vorlesern mit Songs wie ,,Kann auf eignen Füßen stehn" Mut machte.

Im ersten Wettbewerbsteil glänzten alle Teilnehmer beim Vorstellen ihres Lieblingsbuches und ließen den Juroren um Andreas Pöschl und Journalistin Babette Weber nicht viel Spielraum für unterschiedliche Bewertungen. Die Zuhörer, mitgereiste Eltern, Lehrer und Freunde, hatten viel Spaß beim Zuhören. Levi Schmidt von der GS Hohenbucko startete mit schaurig-schöner Entführungs-Geschichte, Meike Böttcher aus Bad Liebenwerda vermittelte anschaulich Hoffnung und Angstzustände eines Mädchens im Flüchtlingslager, während Isabell Hoigt von der GS Gröden aus dem gleichen Buch vom Versteck des Mädchen im Kofferraum eines Autos las. Trotz guter Leistungen auch im zweiten Wettbewerbsteil beim Vorlesen eines unbekannten Textes reichte es für die drei Vorleser aus dem EE-Kreis nicht für eine Delegierung zum Landesfinale.

Jubeln konnten Juliana Röder vom Kopernikus-Gymnasium Blankenfelde und Florian Weber von der GS Schulzendorf in Dahme-Spreewald. Beide waren nach knappster aller denkbaren Entscheidungen in der Gesamtheit auf den Punktzetteln der fünf Jurymitglieder vorn. Juliane will Schauspielerin werden, das deutete sie auch beim Vorstellen von ,,Australien, Australien" mit einem Mädchen, das dort nicht hin möchte, an. ,,Seine Eltern wollten, dass er ein Streber wird, damit begann die Katastrophe", brachte Florian mit ,,Wie man Eltern erzieht" amüsant zu Gehör. Ihm brachte die Katastrophe die Delegierung. Ein bisschen traurig war Jessin El-Nemr vom Fischer-Gymnasium am Seecampus Schwarzheide, der denkbar knapp an der Delegierung vorbei schrammte und mit seinem Buchhelden cool bleiben musste. Viel Spaß haben alle Vorleser zu Hause bei der weiteren Lektüre des unbekannten Textes von ,,Mein Sommer mit Mucks", denn sie durften die Geschichte um das Mädchen Zonja, das anders ist, als andere als Geschenk des Börsenvereins alle mit nach Hause nehmen. Vielleicht schaffen Juliana Röder und Florian Weber auch den Sprung zum Bundesfinale am 17. Juni.