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| 02:42 Uhr

Jugendkoordinatorinnen im Landkreis Elbe-Elster arbeiten vernetzt

Die Jugendkoordinatoren – in Elbe-Elster sind es allesamt Frauen – mit Dirk Stiller vom Jugendamt bei ihrem Arbeitsreffen.
Die Jugendkoordinatoren – in Elbe-Elster sind es allesamt Frauen – mit Dirk Stiller vom Jugendamt bei ihrem Arbeitsreffen. FOTO: pr
Bad Liebenwerda. Sie arbeiten so eng mit jungen Leuten in den Kommunen zusammen, wie kaum andere. Sie kennen Sorgen und Nöte ebenso wie das Potenzial, das in den Jugendlichen steckt – die Jugenkoordinatorinnen (Juko) des Landkreises. red/gb

Eine von ihnen, Cordula Mittelstädt, Jugendkoordinatorin im Amt Kleine Elster und der Stadt Sonnewalde, berichtet über eine Beratung, zu der Dirk Stiller, Sozialarbeiter des Jugendamtes, dieser Tage alle 15 Jugendkoordinatorinnen des Landkreises ins Freizeit- und Medienzentrum "Regenbogen" in Bad Liebenwerda eingeladen hatte. Demnach stellte Bildungsreferentin Andrea Stapel von der Sportjugend Elbe-Elster die Idee vor, im Landkreis Straßenfußballturniere auf den vorhandenen Kleinfeldanlagen auszutragen. An einer nur für Mädchen im September in Potsdam geplanten Veranstaltung sollen Mädchen aus Elbe-Elster teilnehmen können. Daran wird gearbeitet. Die Jukos nutzten ihr Treffen, um sich zur Initiative der Jugendgruppen "Jugend packt an - ein Wochenende für Elbe-Elster!" und zum anschließend geplanten Wettbewerb des Landkreises "Das Wir gewinnt!" abzustimmen.

Medienpädagoge René Schöne vom Kreisjugendring Elbe Elster wertete die seit sechs Jahren veranstalteten kreisweiten Jugendclub-Quiztouren aus, an denen sich in den letzten zwei Jahren auch zunehmend jüngere Jugendgruppen beteiligten. Besonders erstaunlich sei für die begleitenden Jugendkoordinatorinnen immer wieder, was "ihre" Jugendlichen doch alles wissen - und das aus den verschiedensten Themenfeldern und Gebieten.

Vorgestellt wurde den Jukos das Projekt "Sag nein zu Drogen" von zwei jungen Damen, die eine Unterstützung vor Ort anboten. Dieses uneigennützige ehrenamtliche Engagement ließ einer Jugendkoordinatorin jedoch keine Ruhe und ihr fiel bei anschließender Recherche im Impressum der entsprechenden Webseite auf, dass das internationale Drogenpräventionsprogramm "Sag Nein zu Drogen - Sag Ja zum Leben" seit über 20 Jahren von Mitgliedern der Scientology Kirche und Mitgliedern verschiedener anderer gemeinnütziger Organisationen auf der ganzen Welt unterstützt wird. Cordula Mittelstädt: "Sicher ist Drogenaufklärung sehr wichtig, aber wenn damit Sekten ihren Fuß in die Jugendarbeit bekommen können, ist Vorsicht geboten." Die gute Vernetzung der Jukos und die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt hätten dazu geführt, dass alle sozialpädagogischen Fachkräfte im Landkreis schnell von den Drahtziehern der Anti-Drogen-Initiative erfuhren.

Zu den Aufgaben der Jugendkoordinatorinnen zählen Prävention und außerschulische Bildung. Viele von ihnen nehmen zurzeit an der Weiterbildung zum Beratungslotsen teil, um zukünftig besser zu beruflichen und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten im Landkreis beraten zu können.