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Jörg Gampe setzt auf "weiter miteinander"

Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) weiß zwei Drittel der Finsterwalder hinter sich. Seinen Wahlsieg feierte er mit Michael Stübgen, dem Gewinner des Direktmandates für den Bundestag im Wahlreis 65, und dem CDU-Stadtverbandschef Rainer Genilke (von links).
Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) weiß zwei Drittel der Finsterwalder hinter sich. Seinen Wahlsieg feierte er mit Michael Stübgen, dem Gewinner des Direktmandates für den Bundestag im Wahlreis 65, und dem CDU-Stadtverbandschef Rainer Genilke (von links). FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Die Bürgermeister-Wahl in Finsterwalde sieht Amtsinhaber Jörg Gampe (CDU) klar vorn. Doch auch Herausforderer Ronny Zierenberg (BfF) versteht sich als Gewinner. Gabi Böttcher

Die Wiederwahl von Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) war eine klare Sache. In allen 13 Wahllokalen und bei der Auswertung der Briefwahl fuhr er mehr als 60 Prozent der Stimmen ein. Im Wahllokal 1 in der Grundschule Nord steht mit 71,4 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis. Bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 Prozent konnte der Amtsinhaber am Ende 6434 Wahlberechtigte für sich gewinnen (65,6 Prozent). Auf Herausforderer Ronny Zierenberg (Bürger für Finsterwalde) entfielen 3372 Stimmen (34,4 Prozent).

Thomas Zimniak, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung: "Das Ergebnis entspricht meinen Erwartungen. Ich konnte im Vorfeld keine Wechselstimmung erkennen. Wer mit offenen Augen durch Finsterwalde geht, der kann das Geschaffene und Entstehendes nur anerkennen. Das Ergebnis der Abstimmung zur Stadthalle hat sich in etwa wiederholt."

Jörg Gampe drückte gegenüber der RUNDSCHAU noch am Wahlabend seine Freude aus, dass ihm zwei Drittel der Finsterwalder ihre Stimme gegeben haben. Dies sei Ausdruck guter Arbeit. Und dies beziehe er nicht nur auf sich selbst, sondern auf ein ganzes Team in der Verwaltung, in den Schulen, in den Kitas und weiteren Bereichen. "Ich bin stolz, dass so viele mithelfen", so Gampe. In diesem Sinne wolle er in den nächsten Jahren gemäß seinem Wahlmotto die Stadt "weiter miteinander" gestalten.

Linken-Fraktionschef Udo Linde: "Es ist ausgegangen wie erwartet. Ich hoffe, dass wir nun nach wahltaktischem Geplänkel in den Ausschüssen wieder zur Kommunalpolitik zurückfinden."

Alles andere als enttäuscht zeigt sich auch Herausforderer Ronny Zierenberg, BfF-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament. "Im Gegenteil. Ich habe mehr als ein Achtungszeichen gesetzt. Über 30 Prozent der Stimmen zu holen ist sensationell", wertet er sein Abschneiden. Das Ergebnis zeige, dass viele Finsterwalder mit dem Amtsstil des Bürgermeisters unzufrieden seien. "Wir gehen mit Rückenwind in die Kommunalwahlen 2019", blickt Ronny Zierenberg bereits auf das nächste Kräftemessen um die Gunst der Finsterwalder voraus. Sein Fraktions-Vize Rainer Böhmchen: "Wir sind zufrieden. Es wäre gut, wenn der Amtsinhaber auch einmal darüber nachdenken würde, warum das Ergebnis für ihn nicht besser ausgefallen ist."

Stadtverordnetenvorsteher Andreas Holfeld (CDU): "Ich habe mich über das Ergebnis sehr gefreut. Es ist Zeichen der Anerkennung für das, was Jörg Gampe in den letzten Jahren geleistet hat." Zum weiteren Umgang der Wahl-Kontrahenten meint Thomas Zimniak hoffnungsvoll: "Die Fronten werden sich wieder glätten. Es nützt beiden Seiten nichts, auf Konfrontation zu gehen."