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Jetzt vorzeigbar: Oskar-Kjellberg-Straße

Es ist vollbracht: Oskar-Kjellberg-Firmengebäude und die gleichnamige Straße harmonieren in frischer Optik. Vor dem Banddurchschnitt dankte Bürgermeister Jörg Gampe allen Akteuren von den Planern von Delta-Plan bis zu den Bauleuten von der Eurovia GmbH.
Es ist vollbracht: Oskar-Kjellberg-Firmengebäude und die gleichnamige Straße harmonieren in frischer Optik. Vor dem Banddurchschnitt dankte Bürgermeister Jörg Gampe allen Akteuren von den Planern von Delta-Plan bis zu den Bauleuten von der Eurovia GmbH. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Für ein weltweit agierendes Unternehmen wie Kjellberg ist der erste Eindruck, den Kunden und Partner bei einem Besuch gewinnen, nicht zu unterschätzen. Die Zeiten, sich bei von weither Angereisten für das Umfeld entschuldigen zu wollen, sind mit der Sanierung der Oskar-Kjellberg-Straße Geschichte. Gabi Böttcher

So freute sich Dr. Norbert Pietsch, Vorstandsvorsitzender der Kjellberg-Stiftung, beim gestrigen feierlichen Akt der Straßenfreigabe mit den privaten Anwohnern. Rudolf Müller, der mit seiner Frau gekommen war, hielt den Akt für sein privates Archiv im Foto fest. Rudolf Neitsch, er wohnt seit 1988 in dieser Straße: "Kein Vergleich, wie es früher hier aussah." Auch Edith und Manfred Zajic, die aus der Schützenstraße gekommen waren und die Oskar-Kjellberg-Straße regelmäßig nutzen, sind angetan. Besonders erfreulich für sie ist der barrierefreie Ausbau der Straße. So gab es am gestrigen Dienstagmittag nichts zu meckern. Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) nahm eventuellen Kritikern am straßenbegleitenden Grün sogleich die Luft aus den Segeln. Mit Verweis auf die Pflanzzeit im Herbst wird dann das grüne i-Tüpfelchen gesetzt.

Der erste Abschnitt der Magistrale vorbei am Kjellberg-Unternehmenssitz und an der künftigen Stadthalle ist seit März vorigen Jahres auf einer Länge von 335 Metern saniert worden. Wie bei anderen Straßenbauprojekten in jüngster Vergangenheit saßen Stadtwerke und Entwässerungsbetrieb mit im Boot. Die unterirdische Medienwelt ist saniert, Glasfaserkabel verlegt, ein neuer Mischwasserkanal eingebaut worden. Für Menschen mit Behinderung gibt es Leiteinrichtungen und sympathische, breitere Gehwege. Diese kommen selbstverständlich auch Muttis und Vatis mit Kinderwagen zu pass. Kein Wunder, dass die Finsterwalder Sänger allen Grund hatten, ihre Hymne - mit einer neuen Strophe versehen - zu Gehör zu bringen: "Und wieder ist 'ne Straße frei!"

Über die Leipziger bis hin zur Berliner Straße werden die Arbeiten nun fortgesetzt. Insgesamt 1,84 Millionen Euro werden investiert. Die Kosten für den Straßenbau in Höhe von 1,2 Millionen Euro teilen sich Stadt, Land und Bund zu jeweils einem Drittel.