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Jetzt kann die Lieskauer Orgel flott gemacht werden

Freude über Geld von der Euros-Stiftung und ein Foto mit den Stiftungsakteuren Gottfried Richter, André Manigk und Martin Jung (v.r.).
Freude über Geld von der Euros-Stiftung und ein Foto mit den Stiftungsakteuren Gottfried Richter, André Manigk und Martin Jung (v.r.). FOTO: Böttcher
Massen. Das Kirchenhaus in Lieskau, das seit dem Jahr 2009 einer Kur unterzogen wird, kann jetzt das Sahnehäubchen aufsetzen. Dank einer Zuwendung von 5220 Euro von der Euros-Stiftung ist es möglich, die Orgel zu reinigen und instand zu setzen. Gabriela Böttcher

Ursula Fitzner vom Gemeindekirchenrat nahm diese Zuwendung in Form einer Urkunde in der vorigen Woche im Hause der Amtsverwaltung vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Gottfried Richter, entgegen. Sie konnte ihre Freude über den warmen Geldregen mit weiteren Empfängern von Zuwendungen der Stiftung teilen.

Im Jahr 2015 ins Leben gerufen, hat sich die Stiftung der Förderung des Lebens im ländlichen Raum verschrieben. Neben der UKA Umweltgerechte Kraftanlagen als Begründerin der Stiftung treten mittlerweile weitere Industriebetriebe und Privatpersonen als Stifter auf. Waren es im Startjahr insgesamt 12 000 Euro, die in mehr Attraktivität des Lebens im ländlichen Raum flossen, so waren es im vorigen Jahr 16 000 Euro. In der vorigen Woche sind erneut Projekte mit insgesamt 11 425 Euro unterstützt worden. "Und da wir erst am Anfang des Jahres sind, gibt es noch weitere Möglichkeiten der Förderung", signalisierte Gottfried Richter im Einvernehmen mit André Manigk und Martin Jung vom Stiftungsvorstand.

Nicht in den Konsum, sondern in das Erzeugen von Nachhaltigkeit fließe das Geld in erster Linie. Dabei sei durchaus auch die Unterstützung von Events möglich. Neben der Orgelsanierung in Lieskau gibt es für weitere Projekte in diesem Ort Zuwendungen: 1400 Euro für den Traditionsverein, der mit dem Pflanzen von Bäumen für Neugeborene im Ort eine schöne Gewohnheit pflegt. Auch der Bau einer überdachten Sitzgruppe wird unterstützt - mit 2300 Euro. Der Verein zur Förderung des Landlebens in Massen kann sich über eine Finanzspritze für das diesjährige Dorffest am 10. und 11. Juni freuen. Heike Modrow, Kerstin Winzer und Anke Jäckel gehören zu den Organisatoren und können den Einsatz des Geldes für pures Vergnügen in der Dorfgemeinschaft versprechen.

Mit ihrer Schulsozialarbeiterin Ramona Kotte sind die Schülerinnen der 9. Klasse Alina Kandel und Gina Dunkel aus der Grund- und Oberschule Massen zum Amtssitz gekommen. Sie berichten, wie nützlich 300 Euro für die Aus- und Weiterbildung von Mediatoren eingesetzt werden konnten. Sie selbst haben sich dieser Aufgabe verschrieben, die einem guten Klima in der Schule und der gewaltfreien Lösung von Konflikten dient. Insgesamt arbeiten derzeit 19 ausgebildete Mediatoren an der Schule. Sieben weitere befinden sich in der Ausbildung, wissen die Schülerinnen stolz zu berichten. Motto ihrer Mediatorentätigkeit, das durchaus über die Schulzeit hinaus von Belang für den Umgang mit Menschen ist: "Wir akzeptieren dich so, wie du bist."

Weitere Stiftungszuwendungen in diesem Jahr gehen an den Traditionsförderverein Lieskau für besonderen Aufwand (630 Euro), die Freiwillige Feuerwehr Massen für eine Kulturfahrt (500 Euro) und die Freiwillige Feuerwehr Göllnitz für Schläuche für den Wettkampfeinsatz (675 Euro).