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| 17:54 Uhr

Doberlug-Kirchhain
Jahresabschluss mit Beifall für Blasorchester, Chöre und Solisten

Andreas Bergener und Chris Poller (r.) sparten nicht mit Lob für die knapp 100 Mitwirkenden bei der Bläserweihnacht. Für Bergener war es gar das „beste Konzert, was ich seit Langem gehört habe“.
Andreas Bergener und Chris Poller (r.) sparten nicht mit Lob für die knapp 100 Mitwirkenden bei der Bläserweihnacht. Für Bergener war es gar das „beste Konzert, was ich seit Langem gehört habe“. FOTO: Torsten Pötzsch
Doberlug-Kirchhain. Knapp 100 Mitwirkende setzen mit der Bläserweihnacht der Kreismusikschule Gebrüder Graun ein tolles Ausrufezeichen zum Abschluss des Jahres. Von Torsten Pötzsch

Die große Bläserweihnacht der Kreismusikschule Gebrüder Graun in der Kirchhainer Stadtkirche St. Marien hat eine jahrzehntelange Tradition und doch ist sie immer wieder für Überraschungen gut. Die größte dabei war: Bereits zwei Wochen vor dem Konzert waren alle Karten restlos ausverkauft. Selbst in der Musikschule gab es mit den Familienkarten einen regen Tauschhandel.

Mehr als 600 Gäste füllten das große Kirchenschiff und waren voller Erwartung, was die knapp 100 Musiker, Sängerinnen und Sänger bieten werden. Und sie wurden nicht enttäuscht, es war zum Jahresende noch einmal ein ganz großer Auftritt. Vor allem das Jugendblasorchester, unter der Leitung von Andreas Bergener, wusste zu begeistern und erntete Beifallsstürme.

Durch das Programm führten wortgewandt Hannes Schmidt und an seiner Seite Noah Seidel, der diesen Job das erste Mal machte, aber ganz souverän agierte.

Im Mittelpunkt stand natürlich der große Klangkörper des Jugendblasorchesters und da reichte das einstudierte Repertoire von Variationen von „Oh, du Fröhliche“ bis zu einer rasanten russischen Schlittenfahrt.

Natürlich wurde auch gesungen. Diesen Part übernahmen der Popchor unter der Leitung von Chris Poller und die Vocal Pickups unter der Leitung von Diana Tobien.

Für etwas ungewohnte Klänge in der besinnlichen Weihnachtszeit  sorgten die Weberknechte von Lars Weber. Die Gäste staunten nicht schlecht, womit die jungen Männer alles so Musik machen können.

Für Gänsehaut sorgten auch die Soloauftritte, wie der von Lena Ermler mit „Merry Little Christmas“ oder der Auftritt von Kristina Raticova mit einem schwedischen Weihnachtslied. Sie wurde vom Chor und dem Orchester begleitet und spätestens zu diesem Zeitpunkt waren alle in der besinnlichen Weihnachtszeit angekommen.

Im Namen des Fördervereins der Musikschule bedankte sich Ines Lehmann bei den Gästen. „Es ist uns immer wieder eine Freude hier zu spielen und dann noch vor ausverkauftem Haus, schöner geht es nicht. Vielen Dank für Ihr Erscheinen, denn das ist für uns eine Form der Wertschätzung unserer Arbeit.“

Wie viel Arbeit wirklich in der Vorbereitung so eines Konzerts steckt, kann sich der musikalische Laie wohl kaum vorstellen. 100 junge Musiker unter einen Hut zu bekommen, ist schon eine starke Leistung. Für Chris Poller, der die Vorbereitung von Anfang bis Ende begleitete und wesentlich an der inhaltlichen Gestaltung mitwirkte, war es aber auch mal Zeit, „den Damen Danke zu sagen, die den ganzen Laden am Laufen halten.“ Und damit meinte er Ellen Günther, Anja Hesse und Jana Hirschnitz, die einmal auf großer Bühne ein großes Dankeschön bekamen. Mit der Filmmusik des Weihnachtsklassikers „Aschenbrödel“ ging dann der musikalische Abend auch langsam dem Ende entgegen. Als alle Musiker noch für ein großes Gruppenbild auf der Bühne bleiben sollten, nahm „Chefdirigent“ Andreas Bergener die Gelegenheit wahr und dankte seinen Mitstreitern. „Das war ein sehr, sehr, sehr schönes Konzert. Das beste, was ich seit Langem gehört habe.“ Dem kann man wohl nichts mehr hinzufügen.