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| 18:06 Uhr

Indisch essen in Finsterwalde
Traum von indischem Restaurant wird in Finsterwalde wahr

Ein neues indisches Restaurant öffnet in der Oskar-Kjellberg-Straße in Finsterwalde. Im Bild die Inhaber – das Ehepaar Rajinder Singh (43) und Rupinder Kaur (33) – mit den Söhnen Balsimer (l.) und Naazdeep.
Ein neues indisches Restaurant öffnet in der Oskar-Kjellberg-Straße in Finsterwalde. Im Bild die Inhaber – das Ehepaar Rajinder Singh (43) und Rupinder Kaur (33) – mit den Söhnen Balsimer (l.) und Naazdeep. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Die Augen funkeln, wenn Rajinder Singh von kulinarischen Genüssen aus seiner Heimat Indien spricht. Ab Freitag, 4. Mai, lädt er ins „Namaste“ ein. Von Gabi Böttcher

 „Namaste“ heißt so viel wie „Guten Tag. Herzlich Willkommen“. Besser als mit den vor der Brust aneinander gelegten Handflächen und einem leicht nach vorn gesenkten Kopf könne man Gäste eigentlich nicht willkommen heißen, erklärt der 43-Jährige Geschäftsinhaber das Logo seines Restaurants in der Oskar-Kjellberg-Straße/Ecke  Schützenstraße, das er gemeinsam mit seiner Frau Rupinder Kaur (33) am Freitag, 4. Mai, eröffnet. Die Vorfreude ist den beiden anzumerken, obwohl es zu Wochenbeginn noch einigen Stress gibt. In Deutschland gewonnene Freunde wie Ralf Steglich aus Plessa helfen beim Anbringen landestypischer Fotomotive im freundlichen, hellen Gastraum mit den großen Fenstern, die an die frühere Nutzung des Hauses als Geschäft erinnern. In einem Lehmbackofen wird original indisches Brot zubereitet.

Seit 25 Jahren lebt Rajinder Singh in Deutschland, seine Frau seit 14 Jahren. Beide sind inzwischen deutsche Staatsbürger und sehen ihre Zukunft nirgendwo anders. Die Söhne Balsimer und Naazdeep besuchen die 6. beziehungsweise 4. Klasse in der Finsterwalder Grundschule Nehesdorf. „Beide sind gute Schüler. Der Große will unbedingt zum Gymnasium“, erzählt der Vater stolz.  Beide sind in Riesa geboren worden. Aus Neugier, was in der Welt so passiert, und um sich ein gutes Leben aufzubauen, kam Rajinder Singh seinerzeit nach Deutschland, landete zuerst  in Hamburg und stieg dort in die Gastronomie ein. Stationen in Elsterwerda und Lauchhammer folgten. Dem kleinen Laden am Dietrich-Heßmer-Platz in Lauchhammer mit seinen 18 Sitzplätzen will Singh nun sein Restaurant mit 35 Plätzen und Biergarten hinzufügen und sich und seiner Frau einen Traum erfüllen. Vor drei Jahren hat er das Haus in der Oskar-Kjellberg-Straße gekauft und wohnt mit seiner Familie in der oberen Etage. Ende 2017 begann er mit den Umbauarbeiten für das Restaurant und führt mit Stolz auf das Geschaffene durch die Küche hinunter zum Keller, wo die Schätze für die indische Küche lagern – die Gewürze.

Etwa einmal im Monat geht es zum Großhandel nach Berlin, um Nachschub zu holen. Von Bockshornkleesamen über Grünen Chili, Fenchel, Ingwer und Kardamom bis hin zu Koriander, Kreuzkümmel und Safran reicht die breite Palette, die für Speisen von mild bis sehr scharf Verwendung findet. „Indisch kochen macht richtig Spaß. Indische Frauen kochen sehr gut und sehr gern, da kann man sich schon viel von der Mutti abgucken.   Unser Koch kommt wie wir aus dem Norden Indiens“, erzählt der Restaurant-Chef.

Nach seinen Lieblingsspeisen befragt nennt er Chicken Curry, Chicken Mango, Lammcurry und indisches Biryani, ein Gericht mit gebratenem Reis  und Gemüse, das auch von Vegetariern gern bestellt werde. „Aber wir haben auch indisches Bier und indischen Wein“, freut sich Rajinder Singh, der mit seinem Team ein echtes kulinarisches Stück Heimat nach Finsterwalde bringen möchte. Er empfiehlt vorherige Tischreservierungen über die seit wenigen Tagen verfügbare Telefonnummer 03531 5160080.