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| 18:28 Uhr

Aus den Kirchen
In Finsterwalde gab es eine ökumenische Adventsvesper

Am Sonntag gab es nach einer Pause wieder eine ökumenische Adventsvesper in der katholischen Kirche Finsterwalde.
Am Sonntag gab es nach einer Pause wieder eine ökumenische Adventsvesper in der katholischen Kirche Finsterwalde. FOTO: Franziska Dorn
Finsterwalde. Nach einer Pause wurde die Tradition aufgegriffen.

Adventsstimmung in Finsterwalde. Während der Schnee am Sonntagnachmittag die Sängerstadt in ein weißes Kleid hüllte, waren in der katholischen Pfarrkirche St. Maria in Finsterwalde festliche Klänge zu hören. Etwa  70 Akteure, darunter der Mädchenchor und der katholische Kirchenchor, das Gesangsquartett, die evangelische Trinitatiskantorei und Posaunenchöre aus Finsterwalde und Kirchhain begeisterten die Zuhörer zum zweiten Advent.

Nach einer Zeit der Pause haben die evangelische und die katholische Kirchengemeinde erstmals wieder zu einer gemeinsamen Vesper eingeladen, berichtet der evangelische Kirchenkreis Niederlausitz. „Wir möchten Sie in die Adventszeit einstimmen“, so war die Botschaft, die Pfarrer Norbert Christoph zur Begrüßung verkündete. Das gelang mit der Darbietung von bekannten Advents­chorälen wie „Wie soll ich dich empfangen“ oder „Tochter Zion“, bei dem die Gäste einstimmen konnten. Festliche Töne gab es mit dem vorklassizistischen Stück „Hoch, tut euch auf, ihr Tore der Welt“ und so manche Gänsehaut schlich sich unter die warmen Wintersachen, als das Quartett unter Leitung von Stephan Hänsch „O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu“ anstimmte.

Der Mädchenchor erinnerte in der bis auf den letzten Platz besetzen Kirche mit „Gott ist ganz leise“ an den stillen Charakter des Advents.

Diesen Gedanken griff auch Pfarrer Markus Herrbruck in seiner kurzen Predigt auf. „Advent bedeutet Besinnung. Früher war es sogar eine Zeit des Fastens“ mahnte er mit Blick auf die vorweihnachtliche Geschäftigkeit an.

Das von Chören und Posaunen gemeinsam dargebotene „Tollite hostias“, der Schlusschor des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns (1835–1921), bildete den Abschluss der Adventsvesper. Mit der eingängigen Melodie im Ohr wurden alle wieder in den verschneiten Adventsabend entlassen.

(pm/leh)