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| 10:08 Uhr

Depressionen, Ängste und andere psychische Erkrankungen
In der Gruppe zu neuem Lebensmut

Rückersdorf. Seit gut drei Jahren gibt es die Selbsthilfegruppe Lebensmut. Sie hat seither ihrem Namen alle Ehre gemacht. Einmal im Monat trifft man sich.

Als Diana Burghardt (49) vor drei Jahren mit Therapien und Reha-Aufenthalt auf der Suche nach neuem Lebensmut war, kam ihr die Idee, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Am 1. Oktober 2015 war es soweit, nachdem sie zuvor Anschluss an die wenigen schon bestehenden Gruppen gesucht, aber nicht gefunden hatte. Entweder hätten diese keine neuen Mitglieder mehr aufgenommen oder seien nicht gut erreichbar gewesen. Mit großer Unterstützung von Manuela Krengel von der Regionalen Kontaktstelle für Selbsthilfe und Interessengruppen (Rekosi) mit Sitz in Lauchhammer hatte sich Diana Burghardt für die Gründung einer eigenen Selbsthilfegruppe fit gemacht. Es wurden Flyer gedruckt und in Arztpraxen und Begegnungszentren verteilt, Menschen wurden direkt angesprochen.

Der Erfolg nach nunmehr drei Jahren des Bestehens der Selbsthilfegruppe Lebensmut gibt ihr recht. Um die 13 von Depressionen, Ängsten oder anderen psychischen Erkrankungen Betroffene finden sich einmal im Monat zusammen. Das Mehrgenerationenhaus in Rückersdorf bot von Anfang an das passende Umfeld für die Treffen. Wegen des Feiertags ist die Novemberzusammenkunft auf den 8. November verschoben worden.

Das Schöne an der Gruppe sei, dass sie sich aus Frauen und Männern, aus Jüngeren und Älteren zusammensetze. Die Altersspanne reicht vom 30- bis zum über 70-Jährigen. Inzwischen sei ein solches Vertrauen untereinander gewachsen, dass man sich offen über Probleme unterhalten und sich gegenseitig Kraft geben könne. Sogar über die Gruppe hinaus seien freundschaftliche Kontakte entstanden. „Ich freue mich, dass Menschen, die kaum noch aus dem Haus gegangen sind, viel geweint haben, jetzt tatsächlich neuen Mut fassen konnten“, sagt Diana Burghardt, die beruflich als Kosmetikerin und Fußpflegerin auch bei Hausbesuchen mit meist älteren Menschen in Kontakt kommt. Auch hier spürt sie, dass miteinander reden schon sehr wohltuend wirken kann.

Natürlich könne es die Gruppe nicht allein bewirken, dass jemand wieder neuen Lebensmut fasst. Ärzte und Therapeuten würden oft parallel tätig. Hier gebe es aus der Gruppe heraus auch Hinweise, wo es Hilfe gibt.

„Aber wir sitzen nicht nur in Stuhlkreisen zusammen. Wir unternehmen gemeinsam auch einiges“, erzählt Diana Burghardt. Vom Darten übers gemeinsame Bowlen bis zu Ausflügen in die Natur reichen die Unternehmungen. „Da herrscht immer eine lockere Atmosphäre. Man fühlt sich aufgehoben unter Gleichgesinnten, die sich gegenseitig Kraft geben“, sagt die Leiterin der Selbsthilfegruppe. Dass Aktivitäten sowohl von den Krankenkassen, als auch von Partnern wie dem Amt Elsterland und der Sparkasse unterstützt werden, freut sie sehr.

Interessierte können zunächst telefonisch Kontakt aufnehmen. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 8. November, um 18.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Rückersdorf statt.
www.lebensmut.info

(gb)