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In der Berliner Straße brummt's

Finsterwalde. In der Berliner Straße, einer Hauptschlagader der Sängerstadt, geben Bauleute weiter den Ton an. An der Ostseite sind alle Hausanschlüsse verlegt. In der nächsten Woche wird auf die Westseite gewechselt. Gabi Böttcher

Während die Männer um Polier Manfred Haußmann von der Finsterwalder Bauunion und ihre Partner von Erd-Wolf Doberlug-Kirchhain sowie I.N. Bau auf der Baustelle zwischen den Einmündungen Frieden- und Friedrich-Engels-Straße wuseln, haben sie immer noch "Luft" für Passanten. "Wie komme ich hinüber zum Friseur?", fragt gestern eine Kundin und bekommt prompt die Wegweisung. Von ein paar Metern Entfernung ruft ein Anlieger: "Die Jungs sind spitze!" Anwohnerin Jutta Dietrich bestätigt: "Mit der Baustelle hat alles bestens geklappt. Die Bauleute haben mir sogar mein Fahrrad herübergehoben".

Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) rückt mit der Spitze seiner Bauverwaltung - Frank Zimmermann und Karsten Pinetzki - vor Ort den "positiven Bauverlauf" ins Rampenlicht. Der Mischwasserkanal ist komplett verlegt. An der Ostseite sind von den Einmündungen August-Bebel- bis Friedrich-Engels-Straße die Hausanschlüsse eingebaut. Bis Ende nächster Woche sollen bis zur Kurve an der Bäckerei Dietrich die Gehwegplatten im Boden sein, es wird weiter am Mosaikpflaster gearbeitet. Bauüberwacher Volkhard Raden von Voigt-Ingenieure: "Eine Seite wird immer für die Fußgänger begehbar sein." In der kommenden Woche werden die neuen Bordsteine auf der Westseite bis zur Einmündung Friedenstraße gesetzt. Da der Gehweg breiter wird als bisher, entsteht ein Streifen, der das Verlegen diverser Versorgungsleitungen ermöglicht. Wenn das geschehen ist, geht es an die neue Oberfläche des Gehweges.

Mit den Pflaster- und Verlegearbeiten der Granitplatten wird begonnen, wenn die Fußgänger auf der gegenüberliegenden Straßenseite freie Bahn haben. Die in diesem Bauabschnitt in Fassadennähe gesetzte neue Straßenbeleuchtung folgt der Intention des Architekten, die frühere Geradlinigkeit der Beleuchtung zugunsten einer insgesamt höheren Aufenthaltsqualität in der Berliner Straße bewusst zu durchbrechen. Anwohnerin Jutta Dietrich muss von diesem Argument erst noch überzeugt werden. Karsten Pinetzki von der Bauverwaltung beruhigt: "Die Haltepunkte für die Weihnachtsbeleuchtung sind angebaut." Bei der Platzierung der Beleuchtung habe man zudem das Ziel verfolgt, die Gehwegkomfortflächen von Hindernissen wie eben der Beleuchtung freizuhalten.

Bürgermeister Jörg Gampe ist optimistisch: Es bleibt beim 1. Advent, da soll die Arbeit geschafft sein. Für den 8. September wird ein Baustellenfest vorbereitet.