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| 02:40 Uhr

Im Frühjahr startet Rosskur in Kjellbergstraße

Interessiert sahen sich Anwohner die Entwurfsplanung für die Sanierung der Oscar-Kjellberg- und der Leipziger Straße an.
Interessiert sahen sich Anwohner die Entwurfsplanung für die Sanierung der Oscar-Kjellberg- und der Leipziger Straße an. FOTO: Böttcher
Finsterwalde. Für die Oscar-Kjellberg- und die Leipziger Straße der Sängerstadt läuten die Zukunftsglocken. In einer Bürgerveranstaltung wurde am Donnerstagabend über die Sanierungsvorhaben für diese Straßen informiert. Gabi Böttcher

Im Frühjahr kommenden Jahres soll es losgehen. Im ersten Bauabschnitt wird die Oscar-Kjellberg-Straße von der Rue de Montataire bis zur Brunnenstraße einer Rosskur unterzogen. Karsten Pinetzki, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt: "Der Straßenkörper soll für die nächsten 80 Jahre Bestand haben." Die Sanierung der unterirdischen Medienwelt ist Bestandteil der Arbeiten. Auch die Anbindungen für die geplante Stadthalle sind vorgesehen. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Leipziger Straße von der Brunnenstraße bis zur Berliner Straße saniert. Das soll im Jahr 2017 geschehen.

Von den Stadtwerken werden sämtliche Hauptleitungen erneuert, alle Hausanschlüsse geprüft und wenn notwendig erneuert. Nur wer im Zuge der Arbeiten zusätzliche Wünsche erfüllt haben möchte, sollte rechtzeitig einen Antrag stellen, riet Ralf Reichelt. Auch bei dieser Baumaßnahme werde zu jedem Grundstück ein Leerrohr für eine künftige Breitbandversorgung verlegt. Dann könne auf Wunsch Glasfaserkabel zunächst in den Keller und auch weiter bis in die Wohnung verlegt werden. Entsprechende Anträge hatte Ralf Reichelt am Abend schon mitgebracht.

Der Entwässerungsbetrieb der Stadt nutzt die Gelegenheit, den Mischwasser-Hauptkanal mit einem aufnahmefähigeren Kreisprofil zu erneuern. Das erfolge kostenneutral für die Grundstückseigentümer, so Geschäftsführer Dieter Loos. Über eine Rückstausicherung nachzudenken, empfahl er dringend, auch wenn für diese 1500 Euro aufzubringen seien. Wer einmal richtig Schmutz im Keller gehabt habe, werde wissen, dass sich die Investition lohne. Auch Dieter Loos empfahl, dafür und für zusätzliche Wünsche entsprechende Anträge beim Entwässerungsbetrieb zu stellen.

Nach der Entwurfsplanung soll die Kjellbergstraße im Industriebereich 6,50 Meter breit sein und an beiden Seiten über einen Gehweg verfügen. Die dort zurückgesetzte Bebauung lässt Bäume und Bodendecker als grünen Saum zu, "um es etwas gemütlicher zu machen", so Karsten Pinetzki. Auf einem Vorplatz für die geplante Stadthalle würden Natursteinplatten und -pflaster verlegt. Übergehend in den enger bebauten Bereich in der Oscar-Kjellberg- und der Leipziger Straße verengt sich der Straßenkörper auf 5,90 Meter. Punktuell ist auch hier Grün vorgesehen.