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"I love Fiwa" ordnet sich unter

Katja Stefanis pinnt die Ideen und Vorschläge zur Tourismusentwicklung in der Sängerstadtregion an die bewegliche Wand.
Katja Stefanis pinnt die Ideen und Vorschläge zur Tourismusentwicklung in der Sängerstadtregion an die bewegliche Wand. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Arbeit am touristischen Leitbild für die Sängerstadtregion hebt Alleinstellungsmerkmal der Sängertradition und der Musik auf den Thron. Potsdamerin spürt die Lust, gemeinsam anzupacken. Gabi Böttcher

An großer Tafel hatte sich im Biergarten des Brauhauses am Donnerstagabend eine fröhliche Runde zusammengefunden - Sinnbild für Geselligkeit bei Gesang und Musik, wie sie als Botschaft aus der Sängerstadtregion an potenzielle Touristen gerichtet sein könnte. Im Saal des Brauhauses ging es zeitgleich in einem zweiten Workshop genau darum, welche Ziele die Sängerstadtregion im Tourismus ansteuert und wie sie umgesetzt werden könnten. Finsterwaldes Wirtschaftsförderer und Vorsitzender des Sängerstadtmarketingvereins Torsten Drescher zeigt sich nach der Diskussion in drei Themengruppen und der Abschlussrunde zufrieden. Sänger, Gesang und Musik in das Zentrum der Sängerstadtregion zu stellen, wertet er als wichtigen Konsens.

Katja Stefanis, Leiterin des Potsdamer Büros der ift Freizeit- und Tourismus GmbH, die den Sängerstadtmarketingverein auf dem Weg zum Leitbild begleitet und auch den Workshop im Brauhaus leitete: "Wir sind ein großes Stück weitergekommen. Im vorherigen Workshop hatten wir die touristischen Kernthemen herausgearbeitet, die für die Sängerstadtregion heute und künftig stehen sollen. Nach einem Abwägen der tatsächlichen Potenziale konnten jetzt die künftigen Kernthemen bestätigt werden."

Beim Schwerpunkt Kultur stehen die Sängertradition, die Sängerstadt als Alleinstellungsmerkmal mit Gesang und Musik im Mittelpunkt, sie seien als Thema aber auch in der gesamten Sängerstadtregion "zu spielen". Als zweiter Schwerpunkt sind die Schlösser in Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Sonnewalde, Sallgast und weitere benachbarte Einrichtungen als "Kristallisationspunkte", als Orte der Begegnung, Kunst, Kultur, der Geschichte, als Tagungsort, Gastbetrieb und vieles mehr ausgemacht.

Hinzu kommen die Potenziale, die in der Natur, den Naturparken, sowie im Stadterlebnis Finsterwalde mit Veranstaltungen Einkaufen, Gastronomie, und besonderen Freizeitangeboten stecken.

Das wichtigste Ergebnis des zweiten Workshops sieht Katja Stefanis wie Torsten Drescher darin, dass die Sängerstadtregion als gemeinsame Erlebnismarke unter der sogenannten Destinationsmarke Elbe-Elster-Land erhalten bleibt. Die Potenziale der "Schlösserregion" sollen gemeinsam weiterentwickelt werden. "Hier wird Doberlug-Kirchhain eine herausragende Rolle spielen", so Katja Stefanis.

Der Slogan "I love Fiwa" werde aufgegeben, damit sich die Partner noch besser mit dem gemeinsamen Dach "Sängerstadtregion" identifizieren können." Dazu werde geprüft, ob sich optisch - zum Beispiel in einem Logo oder Signet des Verbundes - stärkere Bezüge zu Doberlug-Kirchhain und den anderen Partnern herstellen lassen.

Ob es für die Tourismusfachfrau aus Potsdam beim Workshop eine Überraschung gegeben habe?

Katja Stefanis: "Sehr wichtig war die klare Entscheidung für die Sängerstadtregion und das vor dem Hintergrund, dass hier eine Alleinstellung besteht, die Marke regional bereits Bekanntheit besitzt und dass sich weitere wichtige Themen sehr gut damit verknüpfen lassen." Wichtig sei die gemeinsame Erkenntnis, dass nicht nur die Akteure, sondern auch die Einheimischen begeistert werden müssten. "Es war der Wunsch spürbar, als Team oder sogar Familie zusammenzuarbeiten, die Entwicklung einzelner Themen miteinander abzustimmen, damit alle Partner davon profitieren und der Tourismus nachhaltig entwickelt werden kann. Die Potsdamerin spürt in Finsterwalde einen "gemeinschaftlichen Geist" und auch Lust, die Dinge gemeinsam anzupacken.

Der nächste Workshop findet am 6. Juli statt. Hier geht es um konkrete Maßnahmen, wie das Leitbild zum Leben erweckt werden kann.