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| 01:36 Uhr

„Hungaria-Express“ verunglückte in Doberlug-Kirchhain

Die Nachricht vom Zugunglück in Doberlug-Kirchhain wurde am 16. Februar in der Lausitzer Rundschau vermeldet.
Die Nachricht vom Zugunglück in Doberlug-Kirchhain wurde am 16. Februar in der Lausitzer Rundschau vermeldet. FOTO: Repro: RUNDSCHAU
Doberlug-Kirchhain.. Am kommenden Freitag, dem 15. Februar, vor genau 45 Jahren – auch damals war es ein Freitag – ereignete sich ein Unfall mit dem „Hungaria“ -Express in Doberlug-Kirchhain. Die Lausitzer Rundschau vermeldete einen Tag später unter der Überschrift „Zugunglück bei Doberlug-Kirchhain“ folgendes: Heike Lehmann


„Am Freitag morgen fuhr der Dieselexpreß ,Hungaria' von Berlin kommend im Bahnhof Doberlug-Kirchhain bei dichtem Nebel auf eine dort haltende Lokomotive auf.
Bei diesem Unfall erlitten der tschechoslowakische Treibwagenführer und ein Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn tödliche Verletzungen. Fünf Reisende, darunter ein Schwerverletzter, wurden in das Krankenhaus eingeliefert. 20 weitere Personen konnten nach ambulanter ärztlicher Behandlung ihre Reise fortsetzen.
Der Minister für Verkehrswesen hat seinen 1. Stell vertreter, Staatssekretär Weiprecht, zur Unfallstelle mit dem Auftrag entsandt, die Untersuchungen zu leiten und alle erforderlichen Maßnahmen für die Betreuung der Verletzten zu veranlassen. Nach den bisherigen Ermittlungen ist der Unfall auf mangelhafte Fahrwegprüfung durch den verantwortlichen Fahrdienstleiter zurückzuführen.“
Hans-Georg Procopius aus Doberlug-Kirchhain verbindet mit diesem Zugunglück die Erinnerung an die erste Landung eines Rettungshubschraubers in der Stadt. Im Stadtarchiv und Weißgerbermuseum gebe es dazu keine Angaben und Aufzeichnungen, erfuhr die RUNDSCHAU auf Nachfrage. Aber die Suche im eigenen Zeitungsarchiv im Cottbuser Pressehaus war erfolgreich.
Tatsächlich beschäftigten die Unfallfolgen die Zeitungsreporter noch einmal zehn Tage später, am 26. Februar. Dann auf der Kreisseite Finsterwalde. Neben einem Foto vom Hubschrauber - aufgrund der damaligen Drucktechnik in schlechter und nicht wiedergabefähiger Drucktechnik - war zu lesen:
„Bei teilweise ungünstigem Flugwetter legte dieser Hubschrauber der Deutschen Lufthansa am vergangenen Donnerstag nachmittag die Strecke von Berlin bis Doberlug -Kirchhain bis zur Landung auf einer Wiese neben dem Krankenhaus in 35 Minuten zurück. Von hier aus erfolgte der Transport von drei Verunglückten nach Berlin, die sich in stationärer Behandlung befanden und bei dem tragischen Eisenbahnunglück auf dem Bahnhof am 15. Februar Verletzungen erlitten.“ Soweit die Berichte aus dem Jahr 1963. Wo der Hubschrauber vor 45 Jahren landete, steht heute übrigens die Seniorenwohnanlage.
Die Finsterwalder Rundschau fragt ihre Leser: Wer kann sich an das Zugunglück vor 45 Jahren erinnern„ Wer war unter den Helfern“ Gibt es vielleicht sogar noch Fotos davon? Wenn ja, dann schreiben Sie an die Lausitzer Rundschau, Leipziger Straße 8 in 03238 Finsterwalde. Sie können auch mailen an red.finsterwalde@lr-online.de oder faxen an 03531 717428.