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Hundert Meter mit Gewicht

Wieder ist ein Stück der Waldhufenstraße grundhaft ausgebaut. Bürgermeister Bodo Broszinski (2.v.l.), Sebastian Rudolph (3.v.l.), Heiko Streubel (l). und Christian Liebeheim (r.) bei der feierlichen Freigabe.
Wieder ist ein Stück der Waldhufenstraße grundhaft ausgebaut. Bürgermeister Bodo Broszinski (2.v.l.), Sebastian Rudolph (3.v.l.), Heiko Streubel (l). und Christian Liebeheim (r.) bei der feierlichen Freigabe. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Der Lückenschluss zum Kirchhainer Marktbereich ist vollzogen. Auch wenn die letzten Pflastersteine im Gehwegbereich noch verlegt wurden, konnte das neue Teilstück der Waldhufenstraße zwischen Straße der Jugend und Markt am Freitagmorgen freigegeben werden. Heike Lehmann

Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) hat, attestiert von Stadtverordnetenvorsteher Sebastian Rudolph (CDU) und Tiefbauunternehmer Heiko Streubel, das Band durchschnitten.

Seit September ist dort grundhaft ausgebaut worden. Zwar "nur" auf einer Länge von etwa hundert Metern, aber die seien "sehr wichtig" und die hatten es in sich, wie der Bürgermeister betont hat. Außerdem habe der Winter die Arbeiten ausgebremst.

Die Waldhufenstraße ist eine der längsten Straßen der Stadt, so der Bürgermeister. Dort, wo sie auf den Markt trifft und lange ein Problemstück war, ist sie jetzt auf 4,35 Meter Breite ansehnlich geworden. Kleinstadtpflaster betont den innerstädtischen Charakter. Die Planung oblag dem Büro MKS Ingenieure Spremberg. Gebaut hat die Firma Streubel Tiefbau GmbH Herzberg. Auf der Südseite entstand ein 1,80 Meter breiter Gehweg, nördlich blieb es bei einem Sicherheitsstreifen mit Mosaikpflaster. Regenwasserkanal, Hausanschlüsse, Straßeneinläufe und Leuchten wurden erneuert.

Berliner Archäologen brachten ein Holzfass und ein Holzkasten aus dem 18./19. Jahrhundert, Straßenbeläge aus der Neuzeit, aber auch aus dem Mittelalter und kleinere Befunde zu Tage.

"Die Straße wurde ein bisschen teurer als ursprünglich ausgeschrieben. Die Kosten blieben aber im Rahmen", sagte Broszinski. Auslöser war das Leitungs-Wirrwarr im Innern der Straße. Eine Vielzahl an Leitungs- und Kabelumverlegungen aller Medien, der Rückbau nicht mehr benötigter Leitungen und der Bodenaustausch begründen die Mehrkosten. Die Baukosten lagen am Ende bei 210 000 Euro, finanziert mit Städtebaufördermitteln von Bund und Land und einem Drittel Eigenanteil der Stadt.