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Horror-Trip?

Auf der Internetseite von Dynamo Dresden, deren Spiel gegen Union Berlin der Höhepunkt des Sportfestes am Sonnabend in Lichterfeld war, wurde vorm letzten Wochenende gewarnt: „Ihr müsst von dort (Bahnhof Finsterwalde d. A. Heidrun Seidel

) aus bis Lichterfeld einen Fußmarsch von gut 12 km zurücklegen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es auf dieser Strecke nicht und der Veranstalter hat keine finanziellen Mittel, Busse anzumieten. Bis auf das geplante Fußballspiel kann Euch der Ort nicht viel bieten. Es ist ein kleines Dorf am Rande von ehemaligen Braunkohlentagebauen. Dies trifft auch auf die Versorgung zu. Ihr müsst Euch damit auch auf Eigenverpflegung einrichten . . .“
O weh, ein Horror-Trip! Bloß nicht nach Lichterfeld, sagt sich der bequeme und etablierte Mitteleuropäer. So blieben denn nicht nur viele „schwierige Fans“ - denen das Horrorszenario wohl gewidmet war - weg, sondern auch manch braver Fußballfan. Und selbst auf der sonst bestürmten Förderbrücke, deren Team seit über einem Jahr schon 100 000 Leute zu sich (und nach Lichterfeld!) gelockt hat, ging es eher beschaulich zu.
Da bleibt jetzt nur eins: Kreativ sein und das Werbe-Konzept anpassen. Ran an die modernen Abenteuer-Urlauber: Auf nach Lichterfeld zum Survival (Überlebens-)-Trip!