Von Jürgen Weser

Die legendären Finsterwalder Sänger kennt man im schwarzen Frack, mit Zylinder und mit traditionellem Liedgut. Aber alle zwei Jahre kommen sie jung, bunt, jazzig, poppig und soulig daher. Dann steigt der Internationale Gesangswettbewerb Jazz und Pop um die Trophäe „Finsterwalder Sänger“, diesmal zum neunten Mal vom 8. bis 10. November.

Eingebettet darin ist der Wettbewerb um den Regionalen Förderpreis. Knapp 40 junge Sängerinnen und Sänger und zwei Gesangsensembles wetteiferten an zwei Tagen um die Qualifizierung für die Endrunde. „Die Qualität war noch nie so hoch wie diesmal“, urteilte die Fachjury um Musikschulleiter Chris Poller und Steffi Marschner als Organisatorin vom gastgebenden Kulturamt des Landkreises und der Elbe-Elster-Sparkassenstiftung.

Top-Ausbildung an der Kreismusikschule trägt Früchte

Das hohe Niveau spricht für die hervorragende Ausbildung an der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ im Pop- und Jazzgesang insbesondere durch die Gesangslehrer Chris Poller, Diana Tobien, Steven Demmel, Sebastian Pöschl und Patrick Schülzke. Die jungen Talente legten sich mit tollen Stimmen ins Zeug, um Musikerlegenden wie Herbert Grönemeyer, Elton John und Tina Turner zu interpretieren und im geforderten zweiten Wettbewerbsbeitrag oft auch mit eigenen Titeln ihre Kreativität unter Beweis zu stellen.

„Käte bleib hier“, sang Luisa Maria Jahn und gehört damit zu den elf Solisten, die im Wettbewerb bleiben und am Freitag, 8. November, zur Finalrunde um den „Regionalen Förderpreis“ singen dürfen. Außer ihr haben es Tim Klemens Beigel, Clara Wolz, Paula Janitz, Antonia Schiemenz, Lily Sue Henze, Julian Lehmann, Dustin Engelmann, Alena Kühn, Romina Röck und Lorelies Kappler geschafft.

Außerdem überzeugte als Gesangsensemble das Vocal Harmony Projekt „future voices“ mit einem stimmungsvollen Swing und der Bali Popchor von Steven Demmel. Am 8. November ab 13 Uhr werden sie in der Aula des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums um die Preise im Regionalen Wettbewerb streiten, bevor am Abend ab 20 Uhr an gleicher Stelle das Record Release-Konzert der „Young Voices Brandenburg“ als Landesjugend Pop- und Jazz-Chor 13 Songs vom neuen Album mit Themen vorstellt, welche die jungen Sängerinnen und Sänger bewegen. „Unbedingt dabei sein“, empfiehlt Musikschulleiter Chris Poller den Kauf der Eintrittskarte für 5 Euro.

Die Gesangsleistungen werden am Samstag, 9. November, noch großartiger: 13 Vokalistinnen und Vokalisten aus Russland, Kamerun, Ghana, Dänemark, Litauen und Deutschland streiten um die gut dotierten Titel „Finsterwalder Sänger“. Zu den Wettbewerbsbeiträgen sind Zuhörer herzlich eingeladen.

Bereits am Freitagabend steigen die Kneipenkonzerte mit Teilnehmern des „Internationalen Wettbewerbs“ in fünf Gaststätten der Sängerstadt: Vetternwirtschaft, Canyon Country Saloon, Brauhaus, Cocktailbar Auras und Schützenhaus ohne Wettbewerbsdruck ab 19.30.

Starke Frauenstimme zum Finale

Schließlich lockt das große Abschlusskonzert des Wettbewerbswochenendes am Sonntag, 10. November, ab 11 Uhr mit der international bekannten Jazzsängerin Jocelyn B. Smith, die beim Wettbewerb auch in der Jury agieren wird, und allen Preisträgern ebenfalls in die Aula des Gymnasiums (Karten für 12 bzw. 8 Euro).