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| 02:37 Uhr

Hochbeete werden Schulgarten ersetzen

Crinitz. Beim herbstlichen Arbeitseinsatz hat der Förderverein "Haus der fröhlichen Kinder" jetzt begonnen, den einstigen Schulgarten in den neuen Natur- und Erlebnisbereich an der Grundschule Heinz Sielmann zu integrieren. Darüber informieren der neue Vorsitzende des Fördervereins und Projektleiter der Heinz-Sielmann-Stiftung Ralf Donat und die Schulleiterin Carmen Förster. leh

"Wir hatten nie vor, den Schulgarten aufzugeben", so Donat. Die Nachricht darüber und auch, wie schnell die Fläche des Schulgartens dann von der Gemeinde platt gemacht wurde, habe nicht nur ihn überrascht. Das sei im langfristigen Schulkonzept nicht vorgesehen gewesen.

"Das Unterrichtsfach Schulgarten gibt es schon seit 23 Jahren nicht mehr, dennoch leben wir gerade als Sielmann-Schule selbstverständlich den Naturgedanken. Das Gärtnern, die gesunde Ernährung, unsere Streuobstwiese, Bäume und Gehölze, Nistkästen, Terrarium und Aquarium haben ihren festen Platz im Unterricht und darüber hinaus", sagt Carmen Förster. Vom zu großen, vom Schulhaus zu weit entfernten einstigen Schulgarten habe man sich getrennt, weil "dessen Pflege zu umständlich" geworden war, begründet die Schulleiterin. In den neuen Natur- und Erlebnisbereich umgesetzt wurde zuvor die große Kräuterspirale. Beim kürzlichen Arbeitseinsatz wurde ein erstes Hochbeet am Kindergarten angelegt, wo auch ein Wildblumenbeet existiert. "Im kommenden Jahr folgen weitere Hochbeete auf dem Schulhof. Jede Klasse soll bis zum Frühjahr ihr eigenes Beet bekommen", verkündet Ralf Donat. Damit werde dem Wunsch der Eltern entsprochen, den Kindern das Gärtnern zu erhalten.

Die Verantwortung für die Natur ist jetzt näher an den Lebensraum der Schüler gerückt. "Die Kinder sehen in jeder Pause, wie es wächst, und können auch mal schnell zur Gießkanne greifen", sieht Carmen Förster praktische Vorteile. Zum Erhalt der neuen Anlage gibt es klare Regeln: "Wir sind als Förderverein nicht zuletzt wegen der Fördermittel, die wir bekommen haben, zwölf Jahre in der Pflicht und führen jährlich zwei Arbeitseinsätze durch", erklärt Ralf Donat.