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| 01:09 Uhr

Hilsberg gegen SIZ-Privatisierung

Doberlug-Kirchhain.. Eine Privatisierung des Systeminstandsetzungszentrums (SIZ) der Bundeswehr in Doberlug-Kirchhain würde beim Bund zusätzliche Kosten verursachen und muss abgelehnt werden. Diesen neuen Standpunkt äußerte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium bei seinem Besuch im SIZ Doberlug-Kirchhain.


„Die Privatisierung insbesondere der Heeresinstandsetzungslogistik sei 1999 zu einem Zeitpunkt beschlossen worden, als die Dimensionen des Umbaus der Bundeswehr kaum erkennbar waren“ , stellte Wagner fest. Besser sei es, schlug der Staatssekretär vor, „eine bundeswehreigene Optimierung der internen Abläufe“ vorzunehmen.
Mit dieser Meinung hat sich Wagner im Ministerium bislang allerdings noch nicht durchgesetzt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Stephan Hilsberg, der Wagner bei seinem Besuch in Doberlug-Kirchhain begleitete, unterstützt den Staatssekretär und will jetzt „für diese vernünftige Einsicht in der Koalition Mehrheiten organisieren“ . Hilsberg sicherte dem SIZ-Leiter, Oberstleutnant Schmidhofer, seine Unterstützung zu, um „zu dem optimierten Eigenmodell zu kommen“ .
Staatssekretär Wagner stellte nach seiner Visite in Doberlug fest, dass das SIZ „gut aufgestellt ist und sich für die Zukunft hervorragend positioniert hat“ . So seien eine gute Auslastung der Kapazitäten sowie Höchstwerte bei der Produktivität erreicht worden, würdigte der Parlamentarische Staatssekretär. Er kündigte an: Endgültige Entscheidungen über die neuen Strukturen der Systeminstandsetzungszentren würden etwa im November dieses Jahres fallen.