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| 13:38 Uhr

Schicksalsschlag
Hilferuf: Wer nimmt Nelly und Rasty?

Sven kann sich nach dem Tod seiner Mutter um die beiden Hunde Nelly und Rasty nicht mehr kümmern. Sabine Delloch hilft bei der Suche nach einem neuen Zuhause.
Sven kann sich nach dem Tod seiner Mutter um die beiden Hunde Nelly und Rasty nicht mehr kümmern. Sabine Delloch hilft bei der Suche nach einem neuen Zuhause. FOTO: Dieter Babbe
Doberlug-Kirchhain. Zwei Münsterländer-Riesenschnauzer-Mischlinge brauchen dringend neues Zuhause. Von Dieter Babbe

Seine erst 51-jährige Mutter verstarb dieser Tage plötzlich an Herzversagen. Zurück bleibt nicht nur der trauernde Sohn Sven – auch die zwei Hunde Nelly und Rasty, die ihr Frauchen vermissen. Ein dringender Fall für den Finsterwalder Tierschutzverein.

Sven König aus Doberlug verlässt jeden Tag noch vor 6 Uhr das Haus und kommt erst um 17 Uhr wieder zurück. Der 22-Jährige fährt mit dem Zug nach Cottbus, wo er auf dem zweiten Bildungsweg die 11. Klasse besucht, nach dem Abitur möchte er Informatik studieren – das hat er sich fest vorgenommen. Doch die zwölfjährige Nelly und den siebenjährigen Rasty, beides Münsterländer-Riesenschnauzer-Mischlinge, muss er nach dem Tod seiner Mutter den ganzen Tag über im Haus allein zurücklassen. „Alleinsein sind sie nicht gewöhnt. Weil sie auf jedes Geräusch auf der Straße reagieren und bellen, muss ich die beiden Hunde im Badezimmer zum Hof zu einsperren. Dort hören sie Radio und sind etwas vom Fernseher abgelenkt“, sagt Sven. Er ist mit beiden Hunden aufgewachsen, doch allein schafft er es jetzt nicht, sich um die Tiere zu kümmern – weder aus zeitlichen, noch aus finanziellen Gründen.

Eine Freundin der verstorbenen Mutter hat die Situation, mit der Sven völlig überfordert ist, erkannt und den Finsterwalder Tierschutzverein alarmiert. Sabine Delloch, die Vorsitzende, hat sich sofort um den Fall gekümmert – und muss feststellen: „Hier hilft nicht nur eine Futterspende!“ Sie kann Sven überzeugen, seine beiden Spielkameraden in andere Hände zu geben – „aber nicht ins Tierheim!“, betont der junge Mann, „das überleben sie nicht.“

Tatsächlich haben Nelly und Rasty in ihrem Leben noch nie einen Zwinger von innen gesehen. Es sind zwei Familienhunde, der Rüde temperamentvoll und lauffreudig, die Hündin verschmust und feinfühlig. „Die neuen Besitzer sollten möglichst keine Katze, dafür aber Kinder, eine große Wohnung mit Grundstück und viel Zeit haben, um sich um die Hunde zu kümmern. Dann werden sie zu unzertrennlichen, treuen Freunden und zu Beschützern von Herrchen oder Frauchen“, ist sich Sabine Delloch nach ihren Besuchen im Haus von Sven ziemlich sicher.

Wer Nelly und Rasty zunächst kennenlernen möchte, kann sich an die Vorsitzende des Finsterwalder Tierschutzvereins wenden – Sabine Delloch wird einen Besuch organisieren. Ihre Telefonnummer: 0151 58419751.